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Medizinökonomie: Prävention ermöglicht riesige Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen

(PM) Köln, 24.08.2009 - „Das A und O der Medizin-Ökonomie ist die Prävention der Krankheiten“, so lautet die Zauberformel für enorme Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen. Das sagt Prof. Dr. med. Rainer Riedel, Direktor des Instituts für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung der RFH Köln, im Vorfeld des 7. Rheinischen Kongresses für Gesundheitswirtschaft, der am 30. September und 1. Oktober in Köln stattfindet.

Man wisse heute, dass die Kostenzunahme im Gesundheitswesen weniger auf eine steigende Lebenserwartung als auf die Zunahme vermeidbarer Volkskrankheiten zurückzuführen ist. Bei den so genannten chronischen Volkskrankheiten, die durch Bewegungsmangel, Übergewicht und falsche Ernährung entstehen, sprechen manche Experten bereits von den "Epidemien" des 21. Jahrhunderts. Viele Herz-, Gefäß-, Stoffwechsel- und Rückenerkrankungen, deren Behandlung Milliarden kosten, könnten durch eine richtige Lebensweise verhindert werden. Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit sei von allen Bürgerinnen und Bürgern gefordert, um Folgekosten zu senken.

Experten schätzen, dass in Deutschland allein die Ausgaben für die durch falsche Ernährung bedingten Krankheiten schon 30 Prozent der Gesamtausgaben des Gesundheitssystems ausmachen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrugen im Jahr 2008 die Ausgaben für Gesundheit der GKV und PKV rund 180 Milliarden Euro. Rechnerisch bedeute dies, es würden etwa 60 Milliarden Euro jährlich für prinzipiell vermeidbare Krankheiten durch Fehlernährung ausgegeben. „Viele weitere Milliarden könnten langfristig eingespart werden, wenn mehr Menschen auf Nikotin verzichten würden, maßvoll mit Alkohol umgingen und regelmäßig Sport trieben“, appelliert Riedel an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. „Dazu hat jeder und jede Einzelne selbst beizutragen! Krankheitsvermeidung ist der Schlüssel, damit unser Gesundheitssystem auch morgen noch bezahlbar bleibt“, fordert Riedel. Die verschiedenen Präventions-Programme und qualitätsgesicherte Gesundheitsförderungsmaßnahmen der Krankenkassen, Ärzteschaft, sozialen Träger und Organisationen seien der richtige Weg, um weitere Kostensteigerungen im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Diese Maßnahmen, aber auch die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins der Bürger für ihre eigene Gesundheit, sind unerlässlich, wenn Deutschland im Spannungsfeld zwischen Medizin und Ökonomie handlungsfähig bleiben will.

Diese und andere Themen werden am 30. September und 1. Oktober 2009 in Köln auf dem 7. Rheinischen Kongress für Gesundheitswirtschaft "Gemeinsam die Zukunft gestalten" diskutiert. Der Kongress bietet die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen des gesamten Gesundheitswesens zu informieren. Ziel der hochrangig besetzten Veranstaltung, die Vorträge und Diskussionsrunden sowie 21 nebeneinander stattfindende Sessions mit insgesamt mehr als 80 Referenten umfasst, ist der interprofessionelle Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Der Fortbildungskongress wird von der Rheinischen Fachhochschule Köln und dem Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung veranstaltet.

Anmeldungen und weitere Informationen: www.rfh-gwk.de
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