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News, 02.11.2011
Mauer September
Erlöse im Einzelhandel unter den Erwartungen
Der deutsche Einzelhandel hat im September weit weniger an Fahrt gewonnen als von Ökonomen erwartet. Anders im Online-Handel: Hier zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr kräftig an.
 Im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren stand im September eine dickes Umsatzminus.
Im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren stand im September eine dickes Umsatzminus.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erzielte der deutsche Einzelhandel im September kalender- und saisonbereinigt gegenüber August real ein Umsatzplus von 0,4 Prozent. Nominal erhöhte sich der Einzelhandelsumsatz auf Monatssicht um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Einzelhandelsumsatz im September real um 0,3 Prozent und nominal um 2,2 Prozent. Ökonomen hatten im September inflationsbereinigt eigentlich auf Monatssicht mit einem Zuwachs um 1,0 Prozent und binnen Jahresfrist mit einem Anstieg um 1,6 Prozent gerechnet.

Besonders enttäuschend fiel die Bilanz im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren aus, der im September bei gleich hoher Anzahl an Verkaufstagen (26) nominal 6,2 Prozent und real sogar 8,9 Prozent weniger umsetzte als im Jahr davor.  Auch bei den Kauf- und Warenhäusern liefen die Geschäfte schlechter als im Vorjahr. Sie verzeichneten real ein Umsatzminus von 1,6 Prozent (nominal: -0,2%). Weiter auf Wachstumskurs dagegen blieb der Versand- und Online-Handel, der im September real um 5,0 Prozent auf Jahressicht hinzugewann (nominal: +6,7%) und damit erneut das höchste Umsatzplus im Non-Food-Einzelhandel auswies. Im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf lag der Umsatz im September real 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau (nominal: +2,0%), im sonstigen Einzelhandel (z.B. Uhren und Schmuck) sogar um 4,5 Prozent (nominal: 2,2%). Der Umsatz mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten stieg auf Jahressicht real um 0,3 Prozent (nominal: +0,0%).

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im September real 1,7 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat (nominal: +4,1%). Dabei verzeichneten die Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte real ein Umsatzplus von 1,7 Prozent (nominal: +4,2%) und der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln inflationsbereinigt um 1,2 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahresmonat (nominal: +3,6%).

Kumuliert von Januar bis September stiegen die Umsätze im deutschen Einzelhandel auf Jahressicht real um 1,2 Prozent und nominal um 2,7 Prozent. Wachstumsspitzenreiter ist auch hier der Versand- und Online-Handel, der in den ersten sieben Monaten real 5,9 Prozent mehr umsetze als im Vergleichszeitraum 2010 (nominal: +6,8%), gefolgt vom sonstigen Einzelhandel  mit einem realen Umsatzplus von 3,8 Prozent (nominal: +2,8%) sowie dem Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf  (real: +2,5%; nominal: +2,6%). Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren stieg der Umsatz im selben Zeitraum dagegen real um lediglich 0,3 Prozent (nominal: +2,5%).

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