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Till Pouchar | Autor
Pressemitteilung

Markttest: Viele eBooks sind mangelhaft

In seiner aktuellen Studie "eBook-Qualität" kommt Joachim Zischke, Berater für InnovationsDesign, zu dem Fazit: »Ein erfolgreiches eBook muss eine andere Qualität haben als ein gedrucktes Buch.«
(PM) Deidesheim, 06.12.2011 - Der Markt für digitale Bücher boomt. Ein deutscher Grossist erwartet, in diesem Jahr mehr eBooks als Taschenbücher zu verkaufen. Noch reagieren die meisten Käufer völlig unkritisch auf das, was sie sich auf ihr iPhone, ihren Reader oder PC laden. Sie akzeptieren Publikationen, die Joachim Zischke, Berater für InnovationsDesign, in seiner aktuellen Studie eBook-Qualität als mangelhaft einstuft. Sein Fazit lautet: »Ein erfolgreiches eBook muss eine andere Qualität haben als ein gedrucktes Buch.«

Es ist keine Frage der Zeit mehr, wann eBooks den Markt erobern; sie haben ihn bereits unübersehbar besetzt. In Windeseile bieten nun Verlage ihre gedruckten Bücher auch in einer digitalen Variante an. Da die Druckvorlagen ohnehin in elektronischer Form vorliegen, erscheint es als ein Leichtes, daraus eBooks herzustellen. Zur gleichen Zeit entdecken immer mehr Autoren das digitale Buch als ein Medium, um schnell und kostengünstig ihre Ideen zu veröffentlichen und neue Lesergruppen zu erschließen.

eBook-Gruppen

In seinem Markttest identifizierte Zischke drei Gruppen von eBooks, die sich aus ihrem jeweiligen Produktionsprozess ergeben:

a) Transfer eBooks: 1:1 aus pBooks (“print books”, gedruckte Bücher) transferierte, portierte Publikationen
b) Plain eBooks: einfach gestaltete und mit einfachen Mitteln produzierte Bücher, meist mithilfe von Textprogrammen und im PDF veröffentlicht
c) Concept eBooks: Bücher, welche eigens für ein Genre und/oder Thema sowohl inhaltlich als auch visuell konzipiert werden

Diese drei Gruppen untersuchte Zischke dann auf die Kriterien Genre, Format, Gestaltung, Umfang, die daraus resultierende Lesefreundlichkeit und Rezeption sowie das Nutzen und Anwenden von verfügbaren elektronischen Möglichkeiten.

Negative Merkmale

Die im Ergebnis hervorstechenden Negativ-Merkmale der Gruppen a und b sind:

- unzweckmäßiges Format
- eine dem Genre nicht angepasste Lese-Gestaltung
- mangelhafte oder fehlende Struktur und Gliederung
- textlich ausufernde, nicht gestraffte, belanglose bis wertlose Inhalte
- fehlende intern verlinkte Inhalts- oder Literaturverzeichnisse
- fehlende externe Verlinkungen zu weiterführenden Inhalten

Gruppe »Transfer eBooks«

In der Gruppe der »Transfer eBooks« des Genres Belletristik beeinflussen mangelhaft umgesetzte Format- und Gestaltungselemente nicht allzu sehr die Lesefreundlichkeit. Der Leser favorisiert ohnehin mehr den »fließenden Modus«, d.h. eine Geschichte treibt den Leser durch die Seiten, welche ohne Umbrüche aneinander gereiht sein dürfen. Änderungen am Textumfang sind natürlich tabu.

Anders im Genre der Sach- und Fachliteratur. Hier tragen Format, Gestaltung und Umfang erheblich zur Rezeption und zum Wissenstransfer bei. Die Lesefreundlichkeit oder -unfreundlichkeit beeinflussen die Akzeptanz oder Ablehnung eines eBooks. Denn im digitalen Umfeld verändern sich die Lese-Gewohnheiten. Die Erwartung des Lesenden ähnelt dem Sofortbild-Prinzip: eine Information erfassen, aufnehmen, verstehen und anwenden. Und das in kürzester Zeit mit geringstmöglichem (Lese-)Aufwand. Der Erfolg von eBooks, die diesem Erfordernis nicht entsprechen, wird mit der zunehmenden Anzahl vom Typ »Concept eBook« fraglich werden.

Gruppe »Plain eBooks«

Die Gruppe der »Plain eBooks« repräsentiert Veröffentlichungen, die durch den Einsatz von einfachen Werkzeugen, wie Textprogrammen und standardisierten Vorlagen, entstehen. Viele selbstpublizierende Autoren nutzen diesen Weg. Überwiegend im A4-Format angelegt, bieten diese eBooks selten ein Maß an Lesekomfort, wie beispielsweise intern verlinkte Inhaltsverzeichnisse.

Viele Hersteller vernachlässigen die rezeptive Transferleistung ihrer eBooks. So reduziert eine fehlende oder mangelhaft ausgeführte textuelle und visuelle Gestaltung unnötigerweise den Ertrag für beide: für den Leser wie auch für den Verleger.

Eines fällt bei der Gruppe der Plain eBooks besonders auf: In dieser Gruppe befinden sich zahlreiche kostenpflichtig oder kostenlos angebotene Titel, deren Inhalte ohne konkreten Nutzen und Wert sind.

Gruppe »Concept eBooks«

Die als ideal zu bezeichnende Gruppe ist die der »Concept eBooks«. Hier vereinen sich ausgeklügelte Themen- und Lesestrategien zu einem rundum gelungenen Lese-Erlebnis: Textuell gestrafft, auf das Wesentliche konzentriert und reduziert, dabei visuell ansprechend gegliedert und gestaltet sowie mit sinnvoll nutzbaren internen und externen Verweisen ausgestattet. Damit erfüllen diese eBooks alle Voraussetzungen für digital »lesbare« Bücher.

Die Zahl dieser mit einem gewissem Aufwand zu produzierenden Bücher ist noch überschaubar. Mit der weiter fortschreitenden Verfeinerung der Präferenzen und Selektionen von Lesern, werden diese Bücher künftig zur "Publisher’s Choice". Derart ausgestatte und gestaltete eBooks werden den Maßstab im digitalen Buchmarkt setzen.
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Joachim Zischke ist freiberuflicher Berater für InnovationsDesign, Management-Trainer und Autor. Sein Schwerpunkt ist das Gestalten von Innovationsprozessen für Unternehmen, Produkte und Services. Joachim Zischke ist Erfinder des ...
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