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News, 28.06.2007
Management und Karriere
Alles nur eine Frage von Selbstmarketing?
Selbstmarketing und Networking sind der Schlüssel zum Erfolg, so zumindest lautet einer aktuellen Umfrage zufolge die Einschätzung vieler deutscher Führungskräfte. Fachwissen und Führungskompetenz zählten hingegen für Erfolg im Management nur wenig. Der Stress und Leistungsdruck jedoch wird immer größer.
Der Konkurrenzdruck in deutschen Unternehmen ist enorm gestiegen und wird für viele Führungskräfte zum Problem. Im Rahmen einer Umfrage des Deutschen Führungskräfteverbandes (ULA) für das Wirtschaftsmagazin „Capital“ gaben zwei Drittel der befragten Führungskräfte an, den eigenen Berufsalltag immer stressiger zu empfinden. Am meisten zu schaffen machten den Führungskräften dabei, so die Umfrage, einengende bürokratische Vorschriften, die ständige Veränderung ihres Arbeitsumfeldes durch Restrukturierungsmaßnahmen und Übernahmen sowie der hohe Leistungsdruck durch eine zu dünne Personaldecke. Auch setze sich das Hire-and-fire-Prinzip nach US-Vorbild in deutschen Unternehmen immer stärker durch. Wie Staranwalt Jobst-Hubertus Bauer in einem Interview mit Capital moniert, könne inzwischen schon ein schlechtes Quartalsergebnis den Job gefährden.

Ebenso scheint für den Aufstieg in der Karriereleiter die Kompetenz von Führungskräften nicht entscheidend. Auf die Frage, welche Faktoren für den beruflichen Erfolg vor allem wichtig seien, hielt rund ein Drittel (35%) der befragten Führungskräfte an erster Stelle das richtige Beziehungsnetzwerk für entscheidend, gefolgt von Selbstmarketing (30%) und Durchsetzungsvermögen (17%). Fachliches Know-How (4%) und Führungskompetenz (12%) spielen nach Einschätzung der Führungskräfte für den Erfolg hingegen nur eine geringe Rolle. Nach Meinung von Ludger Ramme, ULA-Hauptgeschäftsführer, zeige das Ergebnis, dass manchmal eben nicht das Sein, sondern der Schein das Bewusstsein bestimme. Da auch die Öffentlichkeit charismatischen Leader mehr bewundere als nüchterne Macher, sei es kein Wunder, dass Führungskräfte dem Selbstmarketing eine solch hohe Bedeutung beimessen.

Ist die Karriereleiter zu erklimmen, letztendlich also doch nur eine Frage dessen, wie gut ein Mitarbeiter sich vermarktet? Wohl kaum! Denn eine Führungskraft kann sich also solche in der Regel dauerhaft nur halten, wenn sie die einzelnen Mitarbeiter für sich gewinnt. Wer nur durch Worte glänzt, wird dieses kaum vermögen. Wie das Human Ressources Beratungsunternehmen Hewitt Associates in einer aktuellen Studie feststellt, ist insbesondere die Wertschätzung von Mitarbeitern und ihrer Leistung für den Erfolg von Unternehmen unabdingbar. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich im Unternehmen nicht in erster Linie der behauptet, der durch perfektes Selbstmarketing glänzt, sondern alleinig solche Mitarbeiter, die sich durch Kompetenz und Führungsqualitäten als Führungskraft empfehlen. Kluge Unternehmen haben dieses längst erkannt und fördern nur die wahren Leistungsträger. Das macht sie attraktiv als Arbeitgeber und stärkt die eigene Leistungskraft.

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