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News, 14.04.2015
MINT-Berufe stark gefragt
Mehr MINT-Fachkräfte als erwartet
Die Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in Deutschland zeigen Erfolg. Laut dem IW Köln sind in den letzten fünf Jahren deutlich mehr neue MINT-Akademiker nachgekommen als noch 2009 erwartet.
MINT-Berufe erfreuen sich in Deutschland immer größere Beliebtheit und bieten ausgezeichnete Karrierechancen.
MINT-Berufe erfreuen sich in Deutschland immer größere Beliebtheit und bieten ausgezeichnete Karrierechancen.
Immer mehr junge Menschen in Deutschland studieren. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ermittelt hat, wirkt sich dies auch positive auf den Fachkräftemangel, allen voran den Mangel an Akademikern in sogenannten MINT-Berufen, also Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern. Das Ergebnis: Seit dem Jahr 2009 sind von den Universitäten und Hochschulen etwa 95.000 mehr MINT-Absolventen abgegangen als ursprünglich prognostiziert.

Positiv auf den Fachkräftemangel in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen wirkt zudem, dass sich der Fachkräfte-Zustrom aus dem Ausland deutlich verstärkt. So belief sich die Nettozuwanderung nach Deutschland, also die Zahl der Zuwanderer abzüglich der Fortzüge, im Zeitraum 2010 bis 2014 auf insgesamt rund 1,6 Millionen Menschen. Das waren (netto) 100.000 Zuwanderer mehr als in den fünf Jahren zuvor. Dies federte dem IW Köln zufolge die Engpässe in MINT-Berufen umso stärker ab, als der Anteil von MINT-Akademikern unter den Neuzuwanderern deutlich höher liegt als in der deutschen Bevölkerung insgesamt.

„Viele dieser Fachkräfte aus Süd- und Osteuropa sind aufgrund der Freizügigkeit und der Folgen der Finanzkrise in ihren Heimatländern nach Deutschland gekommen“, so das IW Köln. „Zugleich ist trotz der sehr dynamischen Zuwanderung die Arbeitslosigkeit unter MINT-Akademikern leicht gesunken. Das zeigt, dass die Zuwanderer steigende Engpässe reduziert und nicht inländische Fachkräfte verdrängt haben“, so die Kölner Wirtschaftsforscher.

Aber auch die Unternehmen haben auf den Fachkräftemangel reagiert und in den letzten Jahren ihre Personal- und hier vor allem ihre Einstellungspolitik dem demografischen Wandel angepasst. So sind auch ältere Beschäftigte mehr gefragt denn je: Die Beschäftigung der über 55-Jährigen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. „Allein die Erwerbstätigenquote der 60- bis 64-Jährigen ist im Zeitraum von 2010 bis 2012 von 60 auf 65 Prozent gestiegen. Auch immer mehr über 65-Jährige sind erwerbstätig“, so das IW Köln.

Dem Wirtschaftsforschungsinstitut zufolge sei dies allerdings kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. „Selbst wenn man weitere Verbesserungen berücksichtigt, werden aufgrund des demografischen Wandels bis zum Jahr 2029 wichtige Fachkräfte fehlen“, so die Wirtschaftsforscher.

cs/IW
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