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News, 06.07.2017
Abfallwirtschaft
Abfallaufkommen in Deutschland stagniert
Das Abfallaufkommen in Deutschland steigt nur noch minimal. Zugleich wird mehr als drei Viertel des gesamten Abfallvolumens verwertet, zeigt eine aktuelle statistische Auswertung.
Größter Abfallverursacher war die Bauwirtschaft.
Größter Abfallverursacher war die Bauwirtschaft.

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fielen im Jahr 2015 in Deutschland 402,2 Millionen Tonnen Abfall an. Damit blieb das Abfallaufkommen gegenüber 2014 (401,0 Mio.Tonnen) nahezu stabil (+ 0,3 %). Größter Abfallposten waren Bau- und Abbruchabfälle. Sie machten mit einem Abfallvolumen von 209,0 Millionen Tonnen mehr als die Hälfte der gesamten Abfallmenge aus (52,0 %). Dahinter folgten mit einem Anteil von 14,7 % übrige Abfälle (59,2 Mio. Tonnen), insbesondere aus der Industrie und dem Verarbeitenden Gewerbe. Weitere 12,8 Prozent des Abfallaufkommens waren Siedlungsabfälle  (51,6 Mio. Tonnen). Hinzu kamen 51,0 Millionen Tonnen sogenannte Sekundärabfälle (12,7 %) und 31,4 Millionen Tonnen Abfälle aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen (7,8 %).

317,7 Millionen Tonnen aller Abfälle wurden im Jahr 2015 verwertet. Das entspricht einer Verwertungsquote von 79,0 Prozent. Die meisten Abfälle davon (274,6 Mio. Tonnen) wurden recycelt, also stofflich verwertet. Nur ein geringer Anteil des Abfalls wurde auf Deponien entsorgt (Ablagerungsquote: 17,8 %). Am geringsten war die Ablagerungsquote bei Siedlungsabfällen. Hiervon wurde lediglich 0,2 Prozent auf Deponien entsorgt.

cs/Destatis; Bild: M. Grossmann  / pixelio.de

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