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News, 27.03.2008
Logistik
Transportpreise erreichen neues Rekord-Niveau
Während das Konjunkturbarometer hierzulande langsam aber stetig nach unten zeigt und die Angst vor einer Rezession kursiert, erhöhen Deutschlands Spediteure angesichts der Entwicklung an den Rohölmärkten weiter ihre Preise. Abseits der Preisentwicklung sowie der weiterhin guten Auftragslage sorgt jedoch auch das Thema Mindestlohn in der Logistik-Branche für Bewegung.
Wie die Financial Times Deutschland (FTD) aktuell berichtet, kletterte der sogenannte Verkehrsrundschau-Index, der die Entwicklung der Fracht- und Transportpreise widerspiegelt, auf ein Rekordniveau von 114,14 Punkten. Demnach stieg der Index nun bereits zum vierten Mal in Folge. Wie aus der vierteljährlichen Erhebung des Branchenbarometers, dessen Ergebnisse der FTD schon vorab vorlagen und von dem Fachmagazin für Spedition, Transport und Logistik in seiner neuen Ausgabe veröffentlicht werden, jedoch hervorgeht, sei die Zahl der Speditionen und Kunden, die weiter mit steigenden Frachtraten rechnen, deutlich gesunken.

Hatten der FTD zufolge im Quartal zuvor noch 41,9 Prozent der mehr als 240 befragten Logistik-Dienstleister und Verlader mit einem weiteren Anstieg der Frachtpreise in den kommenden drei Monaten gerechnet, so waren es im Rahmen der jüngsten Befragung nur mehr 17,2 Prozent. Der Grund für die sich abzeichnende Trendwende im Hinblick auf die Entwicklung der Transportpreise sei der FTD zufolge vor allem die Entwicklung an den Rohölmärkten, die eine Entspannung verspreche. So hätten sich den Experten zufolge die Indikatoren, die auf eine weitere extreme Verteuerung des Rohöls und damit der Lkw-Transporte hindeuten, merklich abgeschwächt, wie die Financial Times berichtet.

Logistik-Branche mehrheitlich für Mindestlohn

Unter dem Eindruck des immensen Preisdrucks in der Branche durch insbesondere ausländische Anbieter, die mit Dumpinglöhnen operieren, findet der Mindestlohn in der Logistik-Branche immer mehr Befürworter. So spricht sich der Financial Times zufolge die Mehrheit (55%) der befragten Logistik-Dienstleister und Verlader inzwischen für einen Mindestlohn in ihrer Branche aus, wie eine Zusatzbefragung ergeben habe. Die absolute Mehrheit (80%) der Mindestlohn-Befürworter will demnach einen Mindestlohn für alle Mitarbeiter. Ein Fünftel (20%) plädiert dafür, den Mindestlohn auf bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Fahrer zu beschränken. Im Hinblick auf die Höhe eines Mindestlohns favorisiert die Mehrheit der Befragten laut FTD als Untergrenze zwischen sieben und zehn Euro. Dass ein Mindestlohn der Branche schade, glaubt einer jüngsten Umfrage der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zufolge nur eine Minderheit: So erwarten nach Angaben der BVL 70 bis 80 Prozent der zum Mindestlohn befragten Transportdienstleister keine Auswirkungen, falls ein solcher eingeführt würde. Nur etwa 20 Prozent rechneten mit negativen Effekten.

Quelle: Financial Times Deutschland (FTD)

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