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News, 19.10.2007
Logistik
Transportkosten für die Industrie werden deutlich steigen
Nach Auskunft der Bundesvereinigung Logistik muss sich die deutsche Industrie auf deutlich steigende Transportkosten einstellen. Die Logistik-Branche indes hat angesichts eines prognostizierten Wachstums von mehr als sechs Prozent nur wenig Grund zur Klage. Einziger Wermutstropfen: Es fehlt an qualifizierten Nachwuchs!­
Laut einer Studie der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und der Technischen Univeristät (TU) Berlin werden die Preise für Warentransporte drastisch anziehen. Wie die „Welt“ aktuell in ihrer Online-Ausgabe berichtet, ist mit einem Anstieg der Kosten für Transporte und Warenlagerung um etwa zehn Prozent zu rechnen. "Unsere jüngste Umfrage hat ergeben, dass sich die deutsche Industrie auf eine wesentliche Verteuerung einstellen muss", zitiert die Tageszeitung Frank Straube, Vorstand der Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Preistreiber sind dem Bericht zufolge vor allem die starke Nachfrage nach Transport-Dienstleistungen sowie steigende Löhne und Gehälter. Auch die höheren Energiepreise fallen demnach immer stärker ins Gewicht. Aufgrund strenger Umweltauflagen für LKW und weltweite Seetranporte wird sich der Preisanstieg in Zukunft sogar noch verstärken. Der Anteil der Umweltkosten nehme deutlich zu. Als Folge dieser Preisentwicklung, so der Bericht, könnte sich der Einkauf einiger Billigprodukte aus fernen Ländern schon bald für Industriekonzerne nicht mehr rechnen.

BVL-Vorstand Straube, zugleich auch Leiter des Bereichs Logistik an der TU Berlin, zeigt sich in jedem Falle überzeugt, dass die Logistikkosten auf die Unternehmen Einfluss nehmen und deren Wertschöpfungsketten verändern werden. Dem Bericht zufolge könnte dies konkret bedeuten, dass deutsche Hersteller in Zukunft weniger in Fernost und dafür wieder verstärkt in Europa einkaufen oder auch nach Asien ausgelagerte Produktion zurückholen. Die deutsche Logistik-Branche würde dies beflügeln und diese ohne Zweifel davon profitieren.

Die weiteren Aussichten für die Branche und seine rund 2,6 Millionen Beschäftigten in jedem Fall sind glänzend. Der BVL erwarte, so die „Welt“, ein jährliches Wachstum von sechs bis sieben Prozent. Darüber hinaus entstünden in der Branche jährlich etwa 100.000 neue Stellen. Einhergehend mit der steigenden Nachfrage am Logistik-Standort Deutschland, dem größten in Europa, offenbart sich jedoch auch eine Schattenseite: Den Logistikunternehmen fehlen Fachkräfte. Da die Branche Angaben von Raimund Klinkner zufolge, Vorstandschef der BVL, jährlich 12.000 neue Akademiker bräuchte, derzeit jedoch nur 3.000 Manager ausgebildet würden, müsste diese ihre Ausbildungskapizität mindestens verdreifachen. Selbst wenn die Firmen eine Reihe von Stellen intern anderweitig besetzt würden, fehlten in Deutschland jedes Jahr immer noch 5.000 Nachwuchskräfte.

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