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News, 03.07.2014
Logistik-Indikator Q2
Logistik-Branche wieder im Aufwind
Die Konjunktur in der Logistik-Branche nimmt wieder Fahrt auf: Laut Logistik-Indikator stufen Deutschlands Logistikdienstleister ihre Lage und die Geschäftsaussichten aktuell so gut ein wie seit drei Jahren nicht mehr.
Die deutsche Logistik-Branche hat gut zu tun. Die meisten Logistiker rechnen auch damit, dass dies zumindest in den kommenden zwölf Monaten so bleibt.
Die deutsche Logistik-Branche hat gut zu tun. Die meisten Logistiker rechnen auch damit, dass dies zumindest in den kommenden zwölf Monaten so bleibt.
Nach dem leichten Dämpfer zu Beginn des Jahres stehen die Zeichen im Bereich Logistik wieder klar auf Expansion. Das zeigt die Juni-Befragung zum Logistik-Indikator, der vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) ermittelt wird. Danach hat sich die Stimmung in der Logistikwirtschaft und auf Anwenderseite auf Quartalssicht  insgesamt um 8,2 auf 138,8 Punkte aufgehellt. Das ist der beste Wert seit dem dritten Quartal 2011 (146,4 Punkte). Grund für das Stimmungshoch sind insbesondere verbessere Lageeinschätzungen der Unternehmen. Hier legten die Bewertungen gegenüber dem Vorquartal um 11,3 auf 146,6 Punkte zu. Die Prognosen zur Geschäftsentwicklung in den kommenden 12 Monaten zogen ebenfalls leicht an. Sie fallen mit einem Indikatorstand von nunmehr 142,2 Punkten ebenfalls so positiv aus wie seit knapp drei Jahren nicht.

„Genießen wir in wirtschaftlich ‚heißen‘ Zeiten die zuversichtliche Wirtschaftslage, das gute Klima und die noch besseren Erwartungen. Um die Metapher von Wein und Wasser zu bemühen: Sommerwein muss genossen werden, sobald er auf dem Markt ist. Im nächsten Winter könnte er schon viel von seiner Spritzigkeit verloren haben“, so Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL.

Logistik-Branche etwas verhaltener optimistisch als Industrie und Handel

Die Geschäftsaussichten im nächsten Quartal betreffend zeigen die Bewertungen auf Seiten der Logistikanwender aus Industrie und Handel deutlich stärker nach oben als die der Logistikunternehmen. So gehen in Industrie und Handel  knapp vier von zehn befragten Unternehmen (38 %) von einem Anziehen der Geschäfte aus, von den Logistikdienstleistern dagegen nur ein gutes Fünftel der Befragten (22 %).

Eine Erklärung für den auf Seiten der Logistikanbieter nicht ganz so ausgeprägten Optimismus hinsichtlich kurzfristig weiter anziehender Geschäfte dürfte sein, dass hier die Lage ohnehin schon äußerst positiv bewertet wird. So zog der Gesamtindikator kräftig um 18,9 Punkte an und notiert mit nunmehr 145,8 Zählern so hoch wie seit drei Jahren nicht. Bezogen auf die kommenden zwölf Monate Auf längere Sicht, das heißt bezogen auf die kommenden zwölf Monate, sind die Prognosen zur Geschäftsentwicklung mit einem Zuwachs um 10 auf 147,4 Punkte allerdings so zuversichtlich wie lange nicht.

„Auch dieser Wert markiert ein 3-Jahres-Hoch, wobei alle Erwartungskomponenten sehr ausgewogen auf eine weitere Expansion hindeuten, so dass der positive Ausblick über die weitere Geschäfts- und Auftragsentwicklung durch eine entsprechende Bereitschaft zum Ausbau der Personal- und Sachkapazitäten begleitet ist“, so IfW-Forscher Prof. Stefan Kooths.

Logistikanwender verzeichnen nur leichte Geschäftsbelebung

Bei den Logistikanwendern in Industrie und Handel verbesserte sich die Stimmung insgesamt zwar ebenfalls, jedoch mit einem Anstieg des Indikators um lediglich 1,9 auf 129,7 Zähler weit weniger stark. Grund für das geringfügig verbesserte Geschäftsklima sind ausschließlich etwas positivere Lageeinschätzungen (+ 3,7 auf 123,3 Punkte), während die Geschäftsaussichten ähnlich bewertet werden wie im Vorquartal (-0,1 auf 137,0 Punkte).

„Hinsichtlich der Erwartungen für die kommenden 12 Monate hat es lediglich Verschiebungen gegeben; bei leicht verbesserten Geschäftsaussichten haben die Einschätzungen hinsichtlich der zusätzlichen Logistikbedarfe auf hohem Niveau leicht nachgegeben“, berichtet der Verband. „Darüber hinaus steht nunmehr den wieder deutlicheren Absichten zum Beschäftigungsaufbau eine nicht mehr ganz so starke Ausweitung der Sachkapazitäten gegenüber.“

Ukraine-Krise bereitet mehrheitlich noch keine allzu großen Sorgen

Von der Krise in der Ukraine gehen der Erhebung nach, zumindest was die Mehrheit angeht, aktuell noch keine dauerhaften negativen Effekte aus. Eine ähnliche Erwartungshaltung herrscht beim Blick auf mögliche Sanktionen gegen Russland vor. Anders auf kurze Sicht: Hier erwarten zwar ebenfalls die Hälfte aller befragten Logistikdienstleister keine negative Folgen, von den Industrie- und Handelslogistikern sehen dies jedoch zurzeit nur 2,5 Prozent der Unternehmen so. Auf Seiten der Anbeiter zeigt sich ein ähnlich zweitgeteiltes Bild: „Die eine Hälfte unter ihnen rechnet mit temporären Einbußen, während die andere davon ausgeht, dass mögliche Beeinträchtigungen durch ein lebhafteres Geschäft mit anderen Ländern kompensiert werden kann“, so Kooths.
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