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Pressemitteilung

Leipzig – Hollywood – Berlin: 17 Jahre „Großer Preis des Mittelstandes“

(PM) www.mittelstandspreis.com, 16.07.2011 - Marie von Ebner-Eschenbach schrieb einmal, auch eine stillstehende Uhr zeige zweimal täglich die richtige Zeit an. Nur wer nichts tut, macht keine Fehler, sagt der Volksmund. Menschen, die etwas unternehmen wollen, die eine Spur im Land der Geschichte hinterlassen wollen, können mit dieser Bequemlichkeit nichts anfangen. Sie dürfen sich nicht von der Zeit einholen lassen, sondern müssen der Zeit voraus sein.

Achtung und Anerkennung fehlen

Das trifft in besonderem Maße auf diejenigen zu, die als Unternehmer in eigener Verantwortung Ideen umsetzen, 80-Stunden-Wochen investieren, ohne zu wissen, ob sie sich ein Jahr später noch Gehalt zahlen können oder das familiäre Vermögen als Gründungskapital verbrannt haben. Unternehmer, die in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen neue Geschäftsfelder entdecken, Innovationen umsetzen, Arbeitsplätze schaffen. Solchen Unternehmern fehlt es anfangs immer an Geld, an Aufträgen, an Kontakten, an effizienter Organisation, an engagierten Mitarbeitern. All das will aufgebaut sein.

Und den Unternehmen fehlt es an Achtung und Anerkennung. Fast alle Betriebe sind mittelständisch, aber der Mittelstand kommt in den Medien nur am Rande vor. Fast alle neuen Arbeitsplätze werden im unternehmerischen Mittelstand geschaffen, aber Gesetzesbegründungen nehmen ihn nicht als Regel, sondern höchstens als zu berücksichtigende Ausnahme ernst. Die Öffentlichkeit beherrscht nach wie vor ein negatives Bild des Unternehmers, der Menschen und Natur ausbeutet, an Finanzmärkten spekuliert und sich Regelungen widersetzt.

Resonanz nimmt jährlich zu

Gegen diese Vorurteile setzt der 1994 in Leipzig erstmals ausgeschriebene Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ etwas durchweg Positives. Er betrachtet Unternehmen als Ganzes und in ihrer Rolle in der Gesellschaft. Er bezieht die Öffentlichkeit von Anfang an ein: Niemand kann sich für diesen Wettbewerb selbst bewerben, man muss von Dritten dafür nominiert werden. Niemand kann sich vom Wettbewerb unmittelbare wirtschaftliche Vorteile versprechen: Weder ist der Preis dotiert noch werden Teilnahme- oder Bearbeitungsgebühren erhoben.

Offenbar griff der Wettbewerb ein brennendes Problem der Unternehmer auf. Die Resonanz auf die Initiative nahm jährlich zu. Bereits 1997 ließ das Führungsduo Petra Tröger und Dr. Helfried Schmidt deshalb den Preis als Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt registrieren, und 1998 errichteten sie eine privatrechtliche Stiftung als Träger der künftigen Aktivitäten.

Hollywood schickt seine Anwälte

Dann aber geschah etwas, womit sie nie gerechnet hätten: Hollywood beauftragte bereits 1997 deutsche Rechtsanwälte, Widerspruch gegen die Eintragung der Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt zu erheben. 2004 war der Rechtsstreit um den Preisnamen bereits beim Bundespatentgericht anhängig.

Hollywoods Anwälte hatten zwischen 2002 und 2004 über 100 Unterlassungserklärungen erkämpft. Insgesamt gab es weltweit 125 registrierte Eintragungen für den Namen „Oscar“, davon allein 63 in Deutschland, und zahlreiche weitere bis dato unbehelligte Benutzungen. Das Bundespatentgericht hatte daher stets argumentiert, „Oscar“ sei bereits ein Synonym für Preisverleihungen schlechthin und könne keinen weiteren Schutz bekommen.

Sieben Jahre Rechtsstreit

Nachdem aber (fast) alle ihre Unterlassungserklärungen unterschrieben hatten, egal ob sie mit „c“ wie Oscar oder mit „k“ geschrieben wurden, hatte die Argumentation des Bundespatentgerichts ihre Grundlage verloren: Denn der Begriff Synonym setzt eine Vielzahl voraus – die es nach den Unterlassungen nicht mehr gab.

Anfang 2005 hatten in Deutschland nur noch dieser Wirtschaftswettbewerb und ein kleines Cafe in Potsdam einen „Oskar“ im Namen. Schmidt und Tröger verzichteten schließlich auf den Gang zum Bundesgerichtshof als letzte Instanz. Sie schlossen den siebenjährigen Rechtsstreit ab und unterzeichneten eine außergerichtliche Vereinbarung mit der Academy of Motion Picture and Arts, Hollywood, zweisprachig, gestempelt und gesiegelt. Seitdem heißt die Stiftung nach dem vollen Namen von Schmidts Schwiegervater Oskar-Patzelt-Stiftung, und der Wettbewerb heißt „Großer Preis des Mittelstandes“.

Stärker als zuvor

In 17 Jahren ist eine Menge geleistet worden. Mit zahlreichen regionalen und bundesweiten Wirtschaftsverbänden verbindet die Stiftung eine enge Zusammenarbeit. Der 17. Wettbewerb wird mit Sicherheit wieder großartige unternehmerische Leistungen ans Licht der Öffentlichkeit bringen und das Motto „Gesunder Mittelstand – Starke Wirtschaft – Mehr Arbeitsplätze“ erneut und verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken.
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ÜBER GROSSER PREIS DES MITTELSTANDES

Die Oskar-Patzelt-Stiftung mit Sitz in Leipzig nimmt sich bundesweit der Würdigung hervorragender Leistungen mittelständischer Unternehmen an und verleiht jährlich im Herbst den Wirtschaftspreis „Großer Preis des Mittelstandes”.
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