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News, 07.02.2014
Deutscher Außenhandel 2013
Leichtes Minus im Export, aber Rekord-Handelsbilanzüberschuss
Die deutschen Exporte sind 2013 leicht unter dem Niveau des Rekordjahres 2012 geblieben. Dennoch erreichte der Saldo aus Warenaus- und Einfuhren in der deutschen Handelsbilanz ein Allzeithoch.
Trotz Eurokrise und weltweiter Konjunkturflaute konnten die deutsche Exporte ihr Vorjahresniveau fast halten (Bild: Hamburger Hafen).
Trotz Eurokrise und weltweiter Konjunkturflaute konnten die deutsche Exporte ihr Vorjahresniveau fast halten (Bild: Hamburger Hafen).

Die deutsche Wirtschaft hat 2013 bei den Ausfuhren vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge den Rekordwert aus dem Vorjahr knapp verfehlt. Wie das Statistikamt bekannt gab, führten deutsche Unternehmen Waren im Wert von insgesamt rund 1,094 Billiarden Euro aus. Das waren rund 0,2 Prozent bzw.  1,8 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2012. „Dem Außenhandel fehlte es 2013 an Schwung, die Ausfuhren verharrten auf hohem Niveau“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident vom Bundesverband des Groß- und Außenhandels BGA, das Ergebnis im Export. Die Importe deutscher Unternehmen gingen ebenfalls zurück. Sie unterschritten mit einem Gesamtvolumen  von 895,0 Milliarden  Euro das Vorjahresniveau sogar um 1,2 Prozent. Damit ergab sich in Außenhandelsbilanz 2013 ein Saldo von 198,9 Milliarden Euro. Das ist der höchste seit Erhebung der Außenhandelsstatistik erzielte Überschuss. Im Vorjahr hatten die Exporte das Volumen der Importe um 189,8 Milliarden Euro überschritten. Den bisher höchsten Ausfuhrüberschuss gab es im Jahr 2007. Damals hatte der Saldo aus Warenaus- und Einfuhren 195,3 Milliarden Euro betragen.

Dass die deutsche Wirtschaft trotz Rekordüberschuss, wie oft als Vorwurf formuliert, zu Lasten anderer Länder in Europa wachse, sieht Börner aber nicht.“Kritik an der deutschen Exportstärke halte ich für absurd. Niemand profitiert davon, wenn man Deutschlands Export schwächt“, konstatierte der BGA-Chef. Die Kunden seien nicht naiv. Sie kauften bei deutschen Unternehmen, weil diese vielfach die bessere Qualität und Leistung böten und nicht, weil die Produkte aus Deutschland kämen. Abseits dessen beinhalteten die exportierten Waren deutscher Unternehmen immer mehr Zulieferprodukte aus den europäischen Nachbarländern, „wodurch wir auch einen wichtigen Beitrag als Konjunkturlokomotive für diese Länder übernehmen“, so Börner weiter.

Dass die Exporte nicht ganz an das Vorjahresniveau heranreichten, lag an einer nicht mehr ganz so starken Nachfragedynamik in den Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU). In diese Länder gingen die Exporte geringfügig um 0,5 Prozent auf 470,4 Milliarden Euro zurück. „Die anhaltende Unsicherheit auf den Weltmärkten lähmte das Geschäft, die Nachfrage aus den Schwellenländern stagnierte und konnte den Rückgang aus dem EU-Geschäft somit nicht auffangen“, erklärte Börner. Lediglich in den EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, verzeichnete die deutsche Wirtschaft eine deutliche Belebung. Hier legten die Exporte 2013 insgesamt auf 221,6 Milliarden Euro zu. Das war ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 2,6 Prozent. In den Eurozone-Ländern verbuchte die deutsche Wirtschaft dagegen ein deutliches Minus. Hier unterschritten die Exporte 2013 mit einem Gesamtvolumen von 401,9 Milliarden Euro das Vorjahresniveau um 1,2 Prozent. Damit summierten sich die deutschen Ausfuhren in die Mitgliedsstaaten der EU auf 623,5 Milliarden Euro. Das ist im Jahresvergleich ein minimales Plus von 0,1 Prozent.

„Allerdings gewann der Außenhandel zum Jahresende spürbar an Dynamik. Die Zeichen für 2014 stehen daher auf Wachstum“, zeigt sich Börner optimistisch. So überstiegen die Exporte im Dezember das Vorjahresniveau mit Versendungen im Wert von 82,2 Milliarden Euro um 4,6 Prozent. Gegenüber November erhöhten sich die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent.

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