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Lebenswichtige Hilfe für Opfer von Schlangenbissen

Aliquote von Schlangengift sind für die Herstellung von lebensrettenden Gegengiften unerlässlich.
(PM) Greifensee, 09.05.2011 - Mit weltweit mehr als 600 bekannten Arten von Giftschlangen sind Todesfälle durch Schlangenbisse auch heute noch ein aktuelles Thema. In den ländlichen Gegenden von Afrika und Asien ist die Gefahr, an einem Schlangenbiss zu sterben, am größten. Hier gibt es nur wenige Gegengifte und andere wirksame Behandlungsmöglichkeiten, und die Herstellung von Gegengiften ist teuer und kompliziert, so dass es für die Opfer in diesen Gegenden nur wenig Hoffnung gibt. Durch diese hohen Kosten sind einige Regionen, insbesondere in Westafrika, von der Versorgung mit möglicherweise lebensrettenden Gegengiften abgeschnitten.

Die Forschungsabteilung für Schlangengifte (ARVRU) des Instituts für Tropenmedizin (LSTM) an der Universität Liverpool zählt zu den weltweit führenden Zentren für die Entwicklung von Gegengiften für Schlangenbisse. Seit der Gründung im Jahr 1973 werden in dieser Abteilung die klinischen und biologischen Auswirkungen von Schlangengiften untersucht, und es werden neue Gegengifte auf der Grundlage von Antikörper-Technologien entwickelt. Die laufenden Forschungsarbeiten der ARVRU sollen vor allem den Zugang zu diesen lebensrettenden Medikamenten verbessern. Hierzu werden Breitband-Gegengifte entwickelt, die bei mehreren verschiedenen Schlangengiften verabreicht werden können.

Für die Herstellung erschwinglicher Gegengifte, die gegen die gefährlichsten Schlangengifte einer bestimmten geografischen Region wirken, muss ständig neues Schlangengift bereitstehen, das in diesem Fall vom Herpetarium des LSTM geliefert wird. Im Herpetarium, das der Zulassung und Überwachung des britischen Innenministeriums untersteht, werden mehr als 200 Exemplare von einigen der weltweit gefährlichsten Schlangenarten gehalten, darunter zahlreiche hämotoxische Vipern und neurotoxische Giftnattern aus Afrika. Unter den geschulten Augen des Herpetologen Paul Rowley wird das Gift dieser Schlangen gemolken und gefriergetrocknet. Anschließend werden die wertvollen Proben mit einer Waage XP205 präzise gewogen und aliquotiert. Mit diesen Proben werden Pferde oder Schafe allmählich immunisiert, so dass die Tiere große Mengen an Antikörpern gegen die Gifte produzieren. Diese Antikörper bilden dann die Grundlage für die Gegengifte. Das Wägeverfahren muss äußerst streng kontrolliert werden, damit das Gift in genau der richtigen Dosis verabreicht wird, um die größtmögliche Antikörperproduktion in Gang zu setzen, ohne dem Tier zu schaden. Dr. Rob Harrison, Leiter der ARVRU, erklärt: „Das präzise Verwiegen der Gifte und zugehöriger Laborreagenzien ist eine wichtige Voraussetzung für unsere wissenschaftliche und klinische Arbeit. Ausschlaggebend für die Wahl der METTLER TOLEDO Waage war ihre Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität selbst bei Bedienung durch verschiedene Mitglieder des Laborteams.“

Die ARVRU arbeitet eng mit Gegengift-Herstellern in Wales und Costa Rica zusammen, wobei mithilfe der beschriebenen Methode Gegengifte nach Westafrika geliefert werden. Dort wurde die international koordinierte Bereitstellung von Gegengiften beim Jahrtausendwechsel aufgrund der hohen Kosten und der mangelnden Nachfrage eingestellt. Im Rahmen dieses gemeinnützigen Projekts haben verschiedene Gegengift-Hersteller ihre ungenutzten Kapazitäten zur Verfügung gestellt. Mit dem Material der ARVRU haben sie dabei in den letzten vier Jahren mehr als 25.000 Fläschchen Gegengift produziert – und damit nahezu 12.500 Leben gerettet!
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Marie-Louise Hupert
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