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News, 04.04.2008
E-Commerce und E-Business
Kunden zeigen Einzelhandel rote Karte und wandern ab ins Internet
Einer aktuellen Studie zufolge kehren deutsche Konsumenten dem traditionellen Einzelhandel immer häufiger den Rücken: Mehr als ein Drittel der deutschen Online-Shopper kauft demnach im Internet, weil sie der Einkauf in den Handelsläden immer mehr frustriert.
Keine Warteschlangen an den Kassen, eine unbegrenzte Auswahl an Produkten und die gekaufte Ware wird bis vor die eigene Tür geliefert – der Online-Handel bietet Konsumenten, was viele von ihnen im Einzelhandel immer mehr vermissen: bequemes Shopping ohne Stress. Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie „Käufertypologien im Internet – Umsatzstimulation durch erfüllte Kaufmotive“ die der Softwareanbieter novomind AG in Kooperation mit wiwo.de und handelsblatt.com durchgeführt hat. Demnach nennen 36 Prozent der deutschen Online-Shopper als Grund für ihren virtuellen Einkauf, dass Shopping-Touren im Filialgeschäft sie meist frustrieren. Für jeden Dritten (30%) ist der Einkauf in den Innenstädten überdies zu stressig. Zwei Drittel der befragten Online-Shopper ordern deshalb lieber online.

Für viele Online-Shopper ist es nicht die pure Lust am Online-Shopping, die sie zum Online-Einkauf motiviert, sondern ihr Bedürfnis nach Autonomie, Sicherheit und Einfluss. „Dort genießen die Konsumenten das Gefühl, anonym und ohne Einflussnahme durch das Filialpersonal stöbern und bestellen zu können. “, so novomind. Fast 30 Prozent der Online-Shopper lassen sich der Studie zufolge diesem Käufertypus zuordnen, den die Studienmacher als „beherrschten E-Commerce-Laien“ spezifizierten. Demnach spürten 37 Prozent beim Online-Shopping eine stärkere Handlungsfreiheit und Verhandlungsposition als dies im Laden oft der Fall sei. Das Risiko, das beispielsweise mit der Preisdynamik von Online-Auktionen verbunden sei, reize diesen Käufertyp hingegen eher wenig. Und auch spontane Belohnungskäufe sind in der Regel nicht sein Ding. Trotzdem das Internet für ihn in erster Linie schlicht „die bessere Alternative“ sei, nutzt er das Netz so intensiv wie keine andere Käufergruppe und ist im Durchschnitt novomind zufolge 3,6 Stunden täglich online.

Auch die individuelle Beratung, wie sie der traditionelle Einzelhandel bietet, bewerten „beherrschte E-Commerce-Laie“ nicht von vornherein als Vorteil. So fühlten sich Käufer in Einkaufszentren und Ladenmeilen novomind zufolge vergleichsweise hilflos dem Verhandlungsgeschick der Händler ausgesetzt. Aufdringliche Formen der Beratung lehnt dieser Käufertypus deshalb kategorisch ab – sowohl im stationären Handel als auch online. Verglichen mit anderen Käufergruppen ist ihm deshalb ganz besonders wichtig, seine Kaufentscheidungen durch Bestellerlisten und Produktbewertungen immer abzusichern, an denen sich die Hälfte aller Online-Käufer orientiert. Um sich im virtuellen Produktsortiment schnell zurechtzufinden, legt den Experten zufolge jeder zweite Internetuser besonderen Wert auf eine klare Struktur der Online-Shops. „Speziell die vom Einzelhandel verschreckten Konsumenten legen folglich mehr Wert auf Benutzerfreundlichkeit und technisch ausgereifte Servicefunktionen, als auf offensive Vertriebsangebote der Händler“, so novomind.

Quelle: novomind

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