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Kultur im Wandel der Zeit: Wie neue Medien die Wahrnehmung verändern

(PM) Köln, 17.09.2014 - „Da simmer dabei! Dat es prima! VIVA COLONIA!“- die inoffizielle Köln-Hymne ist weit über das Rheinland hinaus in ganz Deutschland bekannt. Der Karnevalsschlager ist Kulturgut. Genauso wie die Reality-Show Köln 50667, Rapper Eko Fresh oder die Kult-Serie Hausmeister Krause mit dem Kalker Urgestein Tom Gerhardt. Die Kultur ist tot? Es lebe die Kultur. Nur eben anders.

Wenn Ende September mit der Crime Cologne der erste Rheinische Kultursommer zu Ende geht, wird es ruhiger in der Szene unserer Region. Richtig? Falsch. Kultur gehe heute viele verschiedene Wege, die wir oft nur nicht als Kultur verstünden, so Prof. Dr. Reinhold Görling von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Der Kulturwissenschaftler der Philosophischen Fakultät sieht das Problem darin, Kultur mit Kunst gleichzusetzen: „Wenn die Menschen an Kultur denken, dann haben sie die Gegebenheiten von vor 50 Jahren im Kopf. Damals gab es das Staatstheater, Bücher, die Lyrik. Doch durch die gesellschaftlichen und medialen Veränderungen hat sich die Form der Rezeption stark gewandelt.“

Durch Fernsehen und Internet, so Görling weiter, sei der Mensch nicht mehr örtlich und zeitlich gebunden. Früher habe man sich hinsetzen und ein Buch lesen müssen. Heute sei die Kultur ein Ereignis und weniger kontemplativ.

„Sogar ein Rheinischer Kultursommer wäre damals nicht unter die Kategorie Kultur gefallen. Dass Kunst und Kultur nicht mehr wertgeschätzt werden ist ein Mythos. Sie sind wahnsinnig wichtig und werden meiner Meinung nach sogar stärker frequentiert als noch vor einem halben Jahrhundert. Früher ging man einmal im Monat ins Theater. Heute umgibt uns die Kultur andauernd. Sogar eine Spielshow im Fernsehen gehört zur Kultur.“

Engelbert Schmitz, Referatsleiter Kultur im Rhein-Erft-Kreis, beobachtet diese Entwicklung seit Jahren aus erster Hand. Zwar seien die Besucher „ihren“ kulturellen Veranstaltungen jedes Jahr aufs Neue treu. Kulturinteressierte hätten heute jedoch eine viel größere Auswahl, die durch die neuen Medien entstünde, so Schmitz. Eine Chance für den Erhalt dieser Vielfalt sei ein offensives Marketinginstrument wie der Rheinische Kultursommer, der über 60 Kulturformate mit über 200 Einzelveranstaltungen im Rheinland als Klammer zusammen fasst.

„Da die öffentlichen Mittel im Bereich Kultur immer knapper werden, muss man kreativ werden. Der Rheinische Kultursommer bietet eine riesige Chance, Menschen anzulocken, die nicht in unmittelbarer Nähe zu den Veranstaltungsorten wohnen. So werden auch kleinere Events in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.“

Der Rheinische Kultursommer mache sich die neuen Medien zunutze, statt sie als Konkurrenz zu sehen. Social Media sei ein fester Bestandteil des Konzepts der Kommunikation und des Dialogs und helfe, gerade junge Leute zu erreichen.

„Die meisten Menschen unter 35 Jahren loggen sich doch täglich mindestens einmal bei Facebook und Co. ein und viele folgen nur den Trends, die sie dort sehen. Durch witzige Vermarktung und zielgruppengerechte Information kann man an dieser Stelle schon viel bewirken. Wir versuchen, das große kulturelle Angebot nicht im Wettbewerb zu einander zu sehen, sondern es miteinander zu verbinden“, so der Referatsleiter.

Eine Veranstaltungsübersicht des Rheinischen Kultursommers, der noch bis zum 23. September stattfindet, können Sie hier finden: www.rheinischer-kultursommer.de und facebook|kulturfreak
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