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News, 04.11.2011
Erneuter Orderrückgang
Kriselnde Eurozone drückt Auftragseingang in der Industrie
Ein starker Einbruch der Orders aus der Eurozone hat im September den Auftragseingang in der Industrie so stark zurückgehen lassen wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Auch aus dem Inland kamen deutlich weniger Bestellungen als im August.
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie gerät immer mehr ins Stocken.
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie gerät immer mehr ins Stocken.
Die ablaufende Wirtschaftsdynamik im Euroraum schlägt immer stärker auf den Auftragseingang in der Industrie durch. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, verzeichnete die deutsche Industrie im September  kalender- und saisonbereinigt einen um 4,3 Prozent geringeren Auftragseingang als im August. Das war der dritte Monat in Folge, in dem die Auftragseingänge an Fahrt verloren, und zugleich der stärkste Orderrückgang gegenüber einem Vormonat seit Januar 2009. Im August und Juli waren die Bestellung auf Monatssicht um 1,4 Prozent bzw. 2,8 Prozent gesunken. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten im September lediglich mit einem Orderrückgang um 0,1 Prozent gerechnet.

Sowohl im Inland als auch im Ausland flaute die Bestelldynamik deutlich ab. Am stärksten gab der Ordereingang aus dem Ausland nach mit einem Rückgang um 5,4 Prozent. Grund hierfür war in erster Linie ein Einbruch der Bestelleingänge aus den Eurozone-Ländern um 12,1 Prozent, während im übrigen Ausland lediglich ein Minus von 0,3 Prozent zu Buche stand. Der Auftragseingang aus dem Inland ging im September auf Monatssicht um 3,0 Prozent zurück. „Der Umfang an Großaufträgen war wie bereits im Vormonat sehr gering. Auch Ferientagseffekte könnten wie schon im Vormonat dämpfend gewirkt haben“, so das Ministerium. Betroffen waren insbesondere die Hersteller von Vorleistungsgütern mit einem Auftragsrückgang um 5,3 Prozent. Die Nachfrage nach Investitionsgütern sank ebenfalls deutlich um 4,6 Prozent, während die Hersteller von Konsumgütern insgesamt ein Auftragsplus von 2,3 Prozent verbuchten.

Im Zweimonatsvergleich August/September gegenüber Juni/Juli sanken die Auftragseingänge um 4,6 Prozent (Inland: -2,9%; Ausland: -6,0%). Mit Blick auf die industriellen Hauptzweige verbuchten hier die Investitionsgüterproduzenten das höchste Minus, die auf Zweitmonatssicht einen Orderrückgang um 6,0 Prozent verzeichneten. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern verringerten sich die Auftragseingänge im selben Zeitraum um 2,3 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 2,2 Prozent. Auf Quartalssicht sanken die Bestelleingänge kumuliert im Zeitraum Juli bis September um 4,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stand auf Zweimonatssicht jedoch erneut ein Auftragsplus zu Buche: Gegenüber August/September 2010 erhöhten sich die Auftragseingänge kalenderbereinigt um 3,2 Prozent (Inland: +4,9%; Ausland: +1,8%).

„Die Unternehmen scheinen gegenwärtig erst einmal zurückhaltend zu agieren“, kommentierte das Ministerium die aktuellen Zahlen. Besonders augenfällig werde dies bei Großaufträgen, die vor allem im Wirtschaftszweig „besondere Fahrzeugbau“ (Schienenfahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe) häufig verbucht würden. Lasse man diesen Wirtschaftszweig bei der Betrachtung der Entwicklung der Auftragseingänge außen vor, reduziere sich der Rückgang der Orders dem Ministerium zufolge im dritten Quartal von 4,6 Prozent auf nurmehr 0,8 Prozent. „Für das Jahresendquartal zeichnet sich damit eine ruhige Entwicklung der Industrieproduktion ab“, so das Bundeswirtschaftsministerium.
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