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News, 14.02.2014
Kriminalstatistik
Immer weniger Verurteilungen
In Deutschland gibt es immer weniger Menschen, die wegen Gesetzesverstößen verurteilt werden. Meist sind es Männer, die mit Gesetz in Konflikt geraten: Auf sie entfielen 2012 mehr als drei Viertel der Verurteilungen.
Knapp drei Viertel der Verurteilten kamen bei den Gerichten mit einer Geldstrafe davon.
Knapp drei Viertel der Verurteilten kamen bei den Gerichten mit einer Geldstrafe davon.

Laut Strafverfolgungsstatistik wurden im Jahr 2012 in Deutschland von den Gerichten 773.901 Personen wegen einer Straftat verurteilt.  Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge waren dies 33.914 Personen beziehungsweise 4,2 Prozent weniger als im Jahr davor. 2011 war die Zahl der Verurteilten bereits um 5.451 zurückgegangen (2010: 813.266 Verurteilungen). Damit hat sich die Zahl der Verteilungen in Deutschland zwischen 2007, als die Strafverfolgungsstatistik erstmals flächendeckend in Deutschland erhoben wurde, und 2012 um 13,8 Prozent verringert. 2007 hatte es noch mehr als 897.000 Verteilungen in Deutschland gegeben.

Häufigster Verurteilungsgrund: Vergehen im Straßenverkehr

Mehr als ein Fünftel der Verurteilungen im Jahr 2012 erfolgten wegen Gesetzesverstößen im Straßenverkehr (22 %). Mit insgesamt knapp 166.700 verurteilten Personen machten sie die größte Straftatgruppe aus. Auch hier ging allerdings die Zahl der Verurteilungen gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent zurück.

In den meisten Fällen kamen die Verurteilten mit einer Geldstrafe davon. Knapp drei von vier Gesetzesverstößen (72 %), 560.377 Delikte, wurden im Jahr 2012 in dieser Form geahndet.  In weiteren 121.809 Fällen verhängten die Gerichte eine Freiheitsstrafe. Mehr als zwei Drittel der verhängten Freiheitsstrafen (70,1 %), gut 85.000 Fälle,  wurden allerdings von den Gerichten zur Bewährung ausgesetzt. Weitere knapp 77.000 Straftaten, rund 10 Prozent der geahndeten Gesetzverstöße, wurden 2012 mit sogenannten Zuchtmitteln und Erziehungsmaßregeln nach dem Jugendstrafrecht sanktioniert, etwa in Form von Jugendarrest oder Arbeitsauflagen.

Insgesamt erfolgten 12 Prozent der Verurteilungen deutscher Gerichte nach dem Jugendstrafrecht (91.695 Fälle). Beim Rest, 682.206 Personen, kam das allgemeine Strafrecht zur Anwendungen. „Das stärker am Erziehungsgedanken ausgerichtete Jugendstrafrecht kann auch für Heranwachsende bis 20 Jahre angewendet werden, wenn das Gericht eine verzögerte Reife feststellt“, so die Statistikbehörde. Im Jahr 2012 war dies bei zwei von drei verurteilten Heranwachsenden (67 %) der Fall.

Straftäter überwiegend männlich

Wie die Strafverfolgungsstatistik aufzeigt, sind es in erster Linie Männer, die wegen Straftaten verurteilt werden. Auf sie entfielen 2012 gut vier von fünf Verurteilungen (81 %). Aber auch das Alter spielt eine große Rolle. So geraten junge Menschen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren eineinhalb Mal so oft mit dem Gesetz in Konflikt wie Erwachsene ab 21 Jahren. Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden 2012 sogar fast dreimal häufiger verurteilt als über 20-jährige Erwachsene. Allerdings ist auch bei den unter 21-Jährigen die Zahl der Verteilungen rückläufig. So wurden 2012 in Deutschland gut ein Viertel (26 %) weniger Jugendliche und Heranwachsende verurteilt als im Jahr  2007. „Generell gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung im Alter von Anfang bis Mitte 20 am höchsten ist. Danach geht sie kontinuierlich zurück“, so das Statistikamt.

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