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News, 15.08.2012
Krankenstand
Immer mehr Fehltage durch psychische Erkrankungen
Nach einer DAK-Erhebung lag der Anteil der durch psychische Erkrankungen bedingten Fehltage deutscher Arbeitnehmer in Deutschland im ersten Halbjahr 2012 so hoch wie nie zuvor.
Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland macht der Stress im Arbeitsalltag krank.Stress & Co.
Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland macht der Stress im Arbeitsalltag krank.Stress & Co.
Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport hervorgeht, blieben Deutschlands Arbeitnehmer im ersten Halbjahr genauso häufig krankheitsbedingt der Arbeit fern wie im Jahr zuvor. Der gesetzlichen Krankenkasse DAK Gesundheit zufolge verharrte der Krankenstand bei unverändert 3,6 Prozent. Dennoch gab es eine alarmierende Entwicklung. So stieg der Anteil der Fehltage deutsche Arbeitnehmer infolge psychischer Erkrankungen mit 13,6 Prozent auf einen neuen Höchststand. Das waren 1,5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2011 (12,1%). Damit rückten psychische Erkrankungen im Ranking der für krankheitsbedingte Ausfalltage verantwortlichen Ursachen erstmals auf den dritten Platz vor. Zum Vergleich: Vor 15 Jahren war der Anteil der durch Depressionen & Co. bedingten Fehltage der DAK Gesundheit zufolge lediglich bei 6,6 Prozent gelegen (Platz 6 im Ranking).

Mehr als jeder Fünfte häufig leidet unter Zeitdruck

Vielen Beschäftigten macht vor allem das hohe Arbeitspensum oft zu schaffen: 21,8 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich in diesem Kontext häufig einem Zeitdruck ausgesetzt. Jeder Zwanzigste empfindet diesen Druck sogar als äußerst stark belastend (4,9%). Auch beklagen 21,1 Prozent der Arbeitnehmer, dass die Arbeit in den letzten Jahren immer mehr geworden sei (stark belastend: 16,1%; sehr stark belastend: 5,0%). 19,1 Prozent der Arbeitnehmer leiden überdies darunter, dass sie bei der eigenen Arbeit oft gestört beziehungsweise unterbrochen werden, und fast jeder Zehnte fühlt sich stark belastet, weil er häufig Überstunden machen muss (9,0%). „Die Zahlen machen deutlich, dass der Handlungsbedarf für Betriebe bei Arbeitsorganisation und Prävention wächst“, konstatierte Herbert Rebscher, Chef der DAK-Gesundheit. Zudem empfinden viele Arbeitnehmer ihre Arbeit nicht genügend wertgeschätzt. So leiden 20,2 Prozent nach eigener Auskunft stark darunter, dass ihr Lohn/Gehalt aus ihrer Sicht „nicht angemessen“ ist, und mehr als jedem Sechsten macht der Studie zufolge stark zu schaffen, dass er seine Leistung nicht wie angebracht von seinem Vorgesetzten anerkannt fühlt.

Laut DAK-Erhebung blieb im ersten Halbjahr bundesweit jeder Arbeitnehmer durchschnittlich 6,5 Tage aufgrund von Krankheit von der Arbeit fern. Die meisten Ausfalltage waren Muskel- und Skelett-Erkrankungen geschuldet. Mehr als jeder fünfte Fehltag deutscher Arbeitnehmer war auf sie zurückzuführen (21,3%). Dahinter folgten Atemwegsinfektion (16,8%) und auf dem vierten Platz – nach psychische Erkrankungen – Verletzungen (13,1%).
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