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News, 06.06.2011
Kräftiges Ausfuhrplus
Schwellenländer treiben deutschen Export
Die deutschen Exporte sind im ersten Quartal auf Jahressicht erneut gestiegen. Stärkster Wachstumsmotor waren einmal mehr die Schwellenländer, allen voran der Handel mit Russland, China und der Türkei. Auch die Importe aus den Schwellenländern legten im Vergleich zum Vorjahr kräftig zu.
Der deutsche Export fährt weiter unter Volldampf und dürfte dieses Jahr die 1-Billionen-Euro-Marke knacken.
Der deutsche Export fährt weiter unter Volldampf und dürfte dieses Jahr die 1-Billionen-Euro-Marke knacken.
Die deutsche Exportwirtschaft bleibt weiterhin auf Wachstumskurs. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gab, lagen die deutschen Exporte im Zeitraum Januar bis März 2011 mit einem Gesamtvolumen von 260,8 Milliarden Euro nominal 18,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Preisbereinigt erhöhten sich die deutschen Ausfuhren im ersten Quartal auf Jahressicht um 13,6 Prozent. Die deutschen Importe beliefen sich im ersten Vierteljahr auf 220,0 Milliarden Euro. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr nominal um 20,9 Prozent, real dagegen nur um 10,2 Prozent.

Fast 60 Prozent mehr Exporte in Türkei

Wichtigster Absatzmarkt für deutsche Exporteure waren im ersten Quartal erneut die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), auf die mit Warenlieferung im Wert von 157,7 Milliarden Euro gut 60 Prozent des deutschen Exportvolumens entfielen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 ist das ein Ausfuhrplus von 16,6 Prozent. Hauptabnehmer waren hier die Eurozone-Länder, in die deutsche Unternehmen im ersten Quartal Waren im Wert von 106,6 Milliarden Euro versandten (+14,7%). Die deutschen Ausfuhren in die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, beliefen sich auf 51,1 Milliarden Euro (+20,8%). Die stärkste Dynamik bei den Ausfuhren zeigte sich jedoch im Handel mit den Ländern außerhalb der EU, den so genannten Drittländern, in die deutsche Unternehmen im ersten Quartal Waren im Wert von 103,1 Milliarden Euro absetzten, was einem Plus auf Jahressicht von 22,3 Prozent entspricht.

Den größten relativen Sprung nach oben im Handelspartnerranking machten ausfuhrseitig die Türkei (+56,3% auf 5,2 Mrd. Euro) und Russland (+42,6% auf 7,4 Mrd. Euro). Auch nach China legten die Exporte kräftig zu (+31,0% auf 15,7 Mrd. Euro). Bei den EU-Mitgliedsstaaten legten die Exporte in die Slowakei (+ 30,9% auf 2,6 Mrd. Euro), nach Polen (+ 26,5% auf 10,6 Mrd. Euro), Schweden (+ 25,8% auf 5,5 Mrd. Euro) und in die Tschechische Republik (+ 23,8% auf 7,4 Mrd. Euro) am stärksten zu. Die mit Abstand meisten deutschen Waren gingen allerdings erneut nach Frankreich (+16,3% auf 25,4 Mrd.) und in die USA (+20,1% auf 17,6 Mrd. Euro).

Vergleichsweise geringe Wachstumsraten verbuchte die deutsche Exportwirtschaft dagegen in Australien (+ 5,2% auf 2,2 Mrd. Euro) und in Afrika (+ 7,7% auf 5,0 Mrd. Euro) sowie in Belgien (+ 7,8% auf 12,4 Mrd. Euro) und in Spanien (+ 6,6% auf 9,1 Mrd. Euro). Einen starken Rückgang der Exporte verzeichnete die deutsche Wirtschaft indes bei Griechenland, wo die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen „made in Germany“ im ersten Quartal auf Jahressicht um 12,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro einbrach.

Drittländer-Importe weiter auf dem Vormarsch

Auch einfuhrseitig ging die größte Dynamik von Ländern außerhalb der EU aus. So stieg das Volumen der von deutschen Unternehmen aus Drittländern bezogenen Waren im ersten Quartal auf Jahressicht um 23,7 Prozent auf 96,0 Milliarden Euro. Bei den Importen aus den EU-Mitgliedsländern stand dagegen im ersten Quartal mit 124,0 Milliarden Euro nur ein Zuwachs binnen Jahresfrist um 18,8 Prozent (Eurozone: +17,7% auf 83,3 Mrd. Euro; andere EU-Staaten: +20,5% auf 40,3 Mrd. Euro).

Wachstumsspitzenreiter bei den Nicht-EU-Ländern waren einfuhrseitig Indien (+ 38,8% auf 2,0 Mrd. Euro), Russland (+ 35,8% auf 9,5 Mrd. Euro) und Brasilien (+ 35,7% auf 2,6 Mrd. Euro). Auch die Türkei (+ 27,9% auf 2,9 Milliarden Euro) und Norwegen (+ 25,5% auf 5,4 Mrd. Euro) legten bei den deutschen Einfuhren kräftig zu. Deutlich unter dem Durchschnitt lagen dagegen die Wachstumsraten der deutschen Importe aus China (+16,0% auf 19,1 Mrd. Euro), den USA (+14,8% auf 11,5 Mrd. Euro) und der Schweiz (+ 14,8% auf 8,6 Mrd. Euro).

Bei den EU-Mitgliedsstaaten gewannen einfuhrseitig vor allem Finnland (+41,7% auf 1,7 Mrd. Euro), Rumänien (+31,9% auf 1,9 Mrd. Euro) und die Slowakei (+31,5% auf 2,5 Mrd. Euro) an Bedeutung. Die Nachfrage nach Waren aus Italien (+20,8% auf 11,8 Mrd. Euro) stieg ebenfalls stärker als der Durchschnitt der deutschen Einfuhren aus der EU, wohingegen sich die Importe aus Spanien (+10,3% auf 5,9 Mrd. Euro) unterdurchschnittlich entwickelten. Bei den Importen aus Irland (-6,9% auf 3,4 Mrd. Euro) und Griechenland (-3,7% auf 0,5 Mrd. Euro) zeigte sich dagegen eine rückläufige Entwicklung.
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