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News, 09.11.2010
Kräftiges Auftragsminus
Rückläufiger Auftragseingang in der Industrie
Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im September unerwartet stark gesunken. Am stärksten betroffen war die Investitionsgüterindustrie.
Die Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern „made in Germany“, vor allem aus den Eurozone-Ländern, ist im September deutlich abgeebbt.
Die Nachfrage nach Investitions- und Vorleistungsgütern „made in Germany“, vor allem aus den Eurozone-Ländern, ist im September deutlich abgeebbt.
Herber Dämpfer für die deutsche Industrie: Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mitteilte, gingen die Auftragseingänge in der Industrie im September preis- und saisonbereinigt gegenüber August um 4,0 Prozent zurück. Einen höheren Rückgang der Bestellungen hatte die deutsche Industrie zuletzt im Januar 2009 verzeichnet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich mit einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat August waren die Orders noch auf Monatssicht um 3,5 Prozent gestiegen.

Grund für den starken Orderrückgang waren dem BMWi zufolge zum einen eine im Vergleich zum Vormonat deutlich geringere Zahl an neuen Großaufträgen und zum anderen ein Einbruch der Nachfrage aus den Eurozone-Ländern, die gegenüber August um 13,3 Prozent zurückging. Der Auftragseingang aus den Ländern, die nicht der Eurozone angehören, sank im September um 1,2 Prozent. Aus dem Inland gingen die Bestellungen dagegen nur um 0,6 Prozent zurück.

Das höchste Auftragsminus verbuchten Hersteller von Investitionsgütern, deren Auftragseingang im September auf Monatssicht um 4,5 Prozent zurückging. Bei den Produzenten sogenannter Vorleistungsgüter - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – sank das Ordervolumen ebenfalls kräftig um 3,8 Prozent. Vergleichsweise gut dagegen lief es für die Konsumgüterindustrie, die im September ein leichtes Auftragsplus von 0,3 Prozent verbuchten konnte.

„Die Aufwärtsdynamik der Auftragseingänge in der Industrie hat sich erwartungsgemäß nach dem Boom im ersten Halbjahr abgeschwächt“, so das Bundeswirtschaftsministerium. In der Tendenz aber bleibe die Entwicklung, auch bereinigt um die Großaufträge, weiter aufwärts gerichtet. Dies belegt auch der Zweimonatsvergleich. Danach stieg der Ordereingang in der Industrie im Zeitraum August/September gegenüber Juni/Juli um 0,6 Prozent, wobei sich die Nachfrage aus dem Ausland um 1,6 Prozent erhöhte, während die Inlandsnachfrage um 0,5 Prozent zurückging.

Auf Jahressicht erhöhte sich der Auftragseingang in der Industrie bezogen auf den Zeitraum August/September kalenderbereinigt um 17,1 Prozent (Ausland: +21,4%; Inland: +11,4%).
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