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News, 16.04.2007
Vertrieb und Verkauf
Kosumenten von Bio-Produkten setzen auf Altersvorsorge
Der Appetit auf Bio-Produkte wächst, speziell in der 50plus-Generation. Der Handel mit ökologisch hergestellten Lebensmitteln boomt. Was für den Bio-Kunden zählt ist Qualität. Markenorientiert und mit einem Hang zum Luxus setzen Käufer von Bio-Produkten auf Nachhaltigkeit, Altersvorsorge und finanzielle Sicherheit.
Made in Germany und biologisch rein, so müssen deutsche Lebensmittel sein. Schenkt man einer aktuellen Studie von TNS Infratest Glauben, zeigen jedenfalls mittlerweile 35 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren eine erhöhte Affinität für Bio-Lebensmittel. Die potentielle Käufergruppe umfasst demnach rund 22 Millionen Konsumenten. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in jedem Fall steigt weiter an. Ein Umstand, der nicht nur Deutschlands Bio-Bauern hoch erfreut.

Auch für den deutschen Lebensmittel-Einzelhandel erweisen sich Bio-Produkten als lukrative Einnahmequelle. So spülte der Handel mit Bio-Lebensmittels deutschen Händlern 2006 rund 4 Milliarden Euro in die Kassen. Weit über den Bereich der Ernährung hinaus, so zeigt die Studie „Die Zielgruppe für Bio-Lebensmittel“ der Marktforscher von TNS Infratest und SevenOne Media, steht das Produkt- und Gütesiegel „Bio“ stellvertretend für die gesellschaftliche Wertehaltung und Präferenzen einer kaufkräftigen Kundenzielgruppe. Einer Kundenzielgruppe, die der Studie zufolge neben den Frauen und den über 50-Jährigen, die noch den Hauptanteil stellen, mit einem Anteil von 40 Prozent im Segment der 14- bis 49-Jährigen auch zunehmend jüngere Bevölkerungsgruppen umfasst.

Idealistisch und geprägt von dem Wunsch nach einer besseren Welt und einem Leben im Einklang mit der Natur, achten Bio-Affinen generell stark auf ihre Gesundheit und greifen sehr häufig zu umweltfreundlichen Produkten. Getragen von einer kulturellen, religiösen und verträumten Werteorientierung legen sie großen Wert auf Nachhaltigkeit und handeln eher weitsichtig. Als Folge dessen, so die Studie, treffen Bio-Affine selbst Vorkehrungen für ihre Altersvorsorge, schließen häufiger Versicherungen ab und interessieren sich stärker für Geldanlagemöglichkeiten.

Ebenfalls charakteristisch für Konsumenten von Bio-Produkten ist der Studie zufolge ihre besondere Qualitätsorientierung, die in einer starken Markenorientierung zum Ausdruck kommt. So würden Markenartikel von Bio-Affinen nach Auskunft von Andre Petras, Leiter des TNS Infratest Semiometrie Centres, als qualitativ besser empfunden, weshalb auch stärker auf die Marke geachtet werde als auf den Preis. Obschon Bio-Affinen Genuss und Luxus nicht fremd sind, sollten nach Meinung von Petras im Rahmen der werblichen Ansprache dennoch aufgrund der idealistischen Wertehaltung dieser Zielgruppe „weltliche“ und damit materielle Themen sowie Motive, die einzelne Individuen in den Vordergrund stellen, vermieden werden. Als Werbeumfelder für die gezielte Ansprache der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Bio-Affinen besonders geeignet seien insbesondere deutsche Fernsehfilme, Kriminalfilme oder Arztserien aber auch Familienserien und Nachrichtensendungen.

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