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Pressemitteilung

Kopfkühlung verhindert Haarausfall bei Chemotherapie

Die am meisten gefürchtete Nebenwirkung bei Chemotherapien ist der Haarausfall. Er betrifft nahezu alle Patientinnen und Patienten, ist eine ständige Erinnerung an die Krankheit und macht diese auch nach außen sichtbar.
(PM) Köln, 12.12.2014 - Eine in Studien nachgewiesene, in Deutschland aber noch nicht weit verbreitete Methode zur Verringerung des Haarausfalls ist die Kühlung der Kopfhaut vor, während und nach der chemotherapeutischen Infusion.

Chemotherapien greifen die sich schnell teilenden, aggressiven Krebszellen an und wirken daher auch auf die gesunden Zellen des Haarfollikels, von denen sich immer 85 bis 90 Prozent gleichzeitig im Stadium schnellen Wachstums befinden. Durch die Kühlung der Kopfhaut verengen sich die Blutgefäße, so dass die Haarfollikel während der maximalen Plasmakonzentration des Chemotherapeutikums weniger durchblutet werden. Auf diese Weise sinkt die biochemische Aktivität in den Haarfollikeln und diese werden durch die Therapie weniger angegriffen.

„Klinische Studien aus über 14 Jahren Krebsforschung beweisen, dass nur elf Prozent der Patientinnen und Patienten, deren Kopfhaut während der Chemotherapie gekühlt wurde, eine Perücke benötigten. Ohne Kühlung sind es fast alle Patienten. Zudem gaben 85 Prozent der Behandelten an, dass sie mit der Kühlkappe sehr gut zurechtkamen“, sagt Muzaffer Erbas, Geschäftsführer der Paxman GmbH, die das Kopfhautkühl-System in Deutschland vertreibt.

Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Leiterin der Studienzentrale am Luisenkrankenhaus in Düsseldorf, wendet das System seit fast zwei Jahren an und kann die Studien aus eigener Erfahrung bestätigen: „Unsere Patientinnen und Patienten, die mit der Kopfhautkühlung behandelt werden, haben signifikant weniger mit Haarausfall zu kämpfen. Neben dem optischen sehe ich auch einen therapeutischen Effekt. Wer weniger an Nebenwirkungen leidet, nimmt die Chemotherapie viel besser an und ist optimistischer gestimmt, was die Heilungschancen verbessert.“ Allerdings weist Dr. Schaper auf Nebenwirkungen hin: „Etwa ein Drittel der Anwenderinnen und Anwender berichtet von Kopfschmerzen.“

Handhabung im Klinikalltag

Das Haarausfall-Präventions-System besteht aus einem mobilen Kühl-System mit den Maßen (HxBxT) 64 x 32 x 42 Zentimetern und hat ein Gewicht von 29,5 Kilogramm. Es pumpt Kühlflüssigkeit bei -4°C in Silikonkappen. Diese liegen eng am Kopf des Patienten an und entziehen der Kopfhaut durch die Zirkulation der Kühlflüssigkeit Wärme. Inline-Temperatur-Sensoren stellen sicher, dass die Kappe die Kopfhaut auf einer konstant kühlen Temperatur hält. Bedient wird das System durch einen Touchscreen und bedarf während der Behandlung nur wenig Betreuung. Nach dem Kühlprozess werden die Kappen mit einem Alkoholreinigungstuch desinfiziert.

Nachdem das Gerät angeschaltet wurde, benötigt es rund 30 Minuten, um die Zieltemperatur zu erreichen. 30 Minuten vor der chemotherapeutischen Infusion beginnt der Patient mit der Kühlung. So wird sichergestellt, dass die Kopfhaut auf die gewünschte Temperatur heruntergekühlt ist, sobald die Infusion verabreicht wird. Während der Vorkühlzeit kann der Patient auf die Infusion vorbereitet werden. Die Kappe bleibt während der Chemotherapie aufgesetzt und wird auch nach der Infusionszeit für einen von der Arzneimittelkonzentration abhängigen Zeitraum weiter angewendet.

Frau Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Leiterin der Studienzentrale am Luisenkrankenhaus in Düsseldorf, steht für Interviews gerne zur Verfügung.
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Die Paxman GmbH ist seit Mai 2013 auf dem deutschen Markt. Sie vertreibt Kopfhautkühl-Systeme, die in der Onkologie eingesetzt werden und bei Chemotherapie Patienten den Haarverlust verringern bzw. verhindern können.
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