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News, 30.11.2011
Konsumklima weiter gut
Verbraucher begegnen Krise mit Konsum
Die Deutschen lassen die Einkaufslaune nicht verderben. Im Gegenteil: Laut GfK-Konsumklimaindex ist die Konsumbereitschaft deutsche Verbraucher so hoch wie seit Beginn des Jahres nicht mehr.
Der private Konsum stützt weiterhin die deutsche Konjunktur.
Der private Konsum stützt weiterhin die deutsche Konjunktur.
Gute Nachricht für den deutschen Einzelhandel: Trotz wachsender Sorge um die Konjunktur in Deutschland und Europa ist die Kauflust deutscher Verbraucher ungebrochen. Das zeigt der aktuelle Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK). So stieg der Indikator zur Anschaffungsneigung deutscher Konsumenten im November um 9,1 Zähler auf 40,3 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2011 (41,8 Punkte). Zum Vergleich: Im Vorjahresmonat war Indikatorwert zur Anschaffungsneigung fast um die Hälfte niedriger gelegen (November 2010: 22,5 Punkte).  Infolge des deutlichen Anstiegs der Konsumbereitschaft legte auch der Gesamtindikator zum Konsumklima insgesamt noch einmal zu, der mit einem aktuellen Stand von 5,4 Punkten auf Monatssicht ein Plus von 0,1 Prozent ausweist. Für Dezember erwartet die GfK einen weiteren Anstieg des Konsumklimaindikators, demnach die Verbraucherstimmung dann mit 5,6 Punkten insgesamt so gut sein dürfte wie zuletzt im Mai. „Damit bestätigt die Binnenkonjunktur die ihr zugeschriebene Rolle als wichtige Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland“, so die GfK.

Allerdings zeigt die GfK-Erhebung auch, dass sich die Sorgen um die Konjunktur und damit auch den eigenen Arbeitsplatz bei den Verbrauchern mehren. So gab der Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen nach seinem Einbruch im Oktober (-11,0 auf -6,2 Punkte) weiter nach. Mit einem aktuellen Stand von -7,2 Punkten hat sich der Abwärtstrend hier allerdings verlangsamt. Auch bezogen auf die Einkommensentwicklung trübte sich die Stimmung ein. Hier fiel der Indikator gegenüber Oktober um 5,4 auf 31,1 Zähler, bleibt allerdings gemessen am langfristigen Durchschnittswert (0,0 Punkte) der GfK zufolge dennoch weiter auf hohem Niveau. „Der überaus gute Wert der Einkommenserwartung ist in erster Linie auf die stetige Besserung der Arbeitsmarktlage zurückzuführen, die sich nach den Prognosen der Experten auch in den kommenden Monaten noch fortsetzen soll. Dies weckt Hoffnungen, dass die Einkommen der Beschäftigten auch im kommenden Jahr zunehmen werden“, so die GfK.

Dass die Kaufbereitschaft der Verbraucher trotz steigender Verunsicherung in Deutschland steige, sei von daher auch kein Widerspruch, sondern vor dem Hintergrund der exzellenten inländischen Rahmenbedingungen der GfK zufolge „sehr wohl nachvollziehbar“. Hinzu kommt, dass das Sparen bei Verbrauchern stark an Attraktivität verloren hat. „Die Bereitschaft, Geld auf die hohe Kante zu legen, ist derzeit nicht sehr ausgeprägt, zumal auch die Verzinsung der Anlagen sehr gering ist“, so das Institut. Im November sei die Sparneigung deutscher Konsumenten noch einmal gesunken. Davon dürfte auch der Einzelhandel profitieren. „Wir sind optimistisch, dass das Weihnachtsgeschäft nicht so schlecht werden wird und in etwa das Niveau des Vorjahres erreichen wird“, so GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl gegenüber dpa.
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