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News, 03.05.2016
Konsumklima im Aufwind
Deutsche in Aufschwungstimmung
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im April deutlich aufgehellt. Sowohl bezogen auf die Konjunktur- und Einkommenserwartungen als auch die Anschaffungsneigung zeigt der Konsumklimaindex klar nach oben.
Für das Gesamtjahr geht die GfK weiterhin sogar von einem stärkeren Wachstum der Konsumausgaben aus als im vergangenen Jahr (Bild: PantherMedia / kikovic).
Für das Gesamtjahr geht die GfK weiterhin sogar von einem stärkeren Wachstum der Konsumausgaben aus als im vergangenen Jahr (Bild: PantherMedia / kikovic).
Die deutschen Verbraucher blicken wieder deutlich optimistischer in die Zukunft als in den letzten Monaten und erwarten einen moderaten wirtschaftlichen Aufschwung, der sich auch in einem Kaufkraftzuwachs niederschlägt. Dies facht bei vielen die Konsumlust an und gibt dem Konsumklima in Deutschland einen Schub. So prognostizieren die April-Ergebnisse der GfK-Konsumklima-Studie nach der Stimmungseintrübung im Vormonat für Mai einen Anstieg des Gesamtindikators um 0,3 auf 9,7 Punkte. „Die Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder etwas an Schwung gewinnt“, so die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Wie der Ergebnisse der April-Erhebung zeigen, haben sich die Konjunkturerwartungen der Deutschen nach der Verschlechterung im März zu Beginn des zweiten Quartals wieder deutlich aufgehellt. So legt der sogenannte Konjunkturindikator um 0,5 auf 6,3 Zähler zu und stabilisiert sich damit deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt (0,0 Punkte).

„Aus Sicht der Verbraucher wird die deutsche Wirtschaft in den nächsten Monaten weiter wachsen“, so die GfK. Dem Nürnberger Konsumforschungsinstitut zufolge dürfte allerdings der Aufschwung eher moderat verlaufen. „Vor allem geopolitische Unsicherheiten sowie die Konjunkturschwäche in einer Reihe von Schwellenländern scheinen gegenwärtig die wichtigsten Hemmnisse für eine schwungvollere Erholung der deutschen Wirtschaft zu sein“, so das Institut. „Vor allem die Investitionen seitens der Wirtschaft fallen deutlich schwächer aus, als es angesichts der äußerst günstigen Finanzierungsbedingungen zu erwarten wäre.“

Einkommensindikator auf Neun-Monatshoch


Der wieder stärker ausgeprägte Konjunkturoptimismus lässt auch die Einkommenserwartungen wieder deutlich steigen. Hier klettert der Teilindikator um sieben Zähler auf 57,5 Punkte. Das ist der beste Wert seit Juli letzten Jahres (58,6 Punkte). Angefacht werden die Erwartungen zur eigenen Kaufkraftentwicklung von der weiterhin sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und den infolge der niedrigen Energiepreise anhaltend günstigen Inflationsaussichten, die weiter dafür sorgen dürften, dass sich die Lohnzuwächse auch real in den Portemonnaies bemerkbar machen.

„Schließlich können sich auch die Rentner in diesem Jahr über deine deutliche Steigerung ihrer Bezüge freuen. Wie kürzlich von der Bundesregierung verabschiedet, werden zum ersten Juli dieses Jahres die gesetzlichen Renten im Westen um 4,25 Prozent und im Osten sogar um 5,95 Prozent erhöht“, so die GfK.

Kauflust so hoch wie seit Sommer letzten Jahres nicht mehr


Die Aufschwungstimmung und die optimistischeren Einkommenserwartungen treiben auch den Indikator zur Anschaffungsneigung in die Höhe. Mit einem Plus von 5,4 Zählern auf 55,4 Punkte steigt der Indikator im April auf den höchsten Stand seit Juli 2015 (56,0 Punkte).

„Die kürzlich gefassten Beschlüsse der EZB, wonach der Leitzins auf 0 Prozent abgesenkt, das Anleiheaufkaufprogramm noch einmal ausgeweitet und der Strafzins für Banken, die Geld bei der EZB deponieren wollen, erhöht wurde, haben die Sparneigung der Deutschen im April auf einen neuen historischen Tiefststand sinken lassen“, so die Nürnberger Wirtschaftsforscher.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage erneuerte die GfK denn auch ihre Anfang des Jahres veröffentlichte Konjunkturprognose, wonach der private Konsum in diesem Jahr etwa um zwei Prozent zulegen und damit noch etwas stärker wachsen dürfte als im vergangenen Jahr (2015: 1,9 %). „Angesichts eines zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Wachstums von etwa 1,6 Prozent wird somit die Binnennachfrage die wesentliche Stütze der Konjunktur in Deutschland bleiben“, so das Institut.

cs/GfK
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