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News, 24.10.2014
Konsumklima wieder etwas besser
Deutsche planen wieder stärkeren Konsum
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich nach dem Stimmungseinbruch im September wieder etwas aufgehellt. Wie die Gfk-Konsumklima-Studie zeigt, sitzt das Geld bei den Deutschen wieder etwas lockerer.
Für 2014 erwartet die GfK bei den Konsumausgaben trotz der Verunsicherung der Verbraucher gegenüber 2013 ein deutliches Plus.
Für 2014 erwartet die GfK bei den Konsumausgaben trotz der Verunsicherung der Verbraucher gegenüber 2013 ein deutliches Plus.

Die Deutschen haben keine Lust auf Krisenstimmung und fokussieren sich stattdessen lieber auf die anhaltend gut Beschäftigungslage und eine weiter positive Kaufkraftentwicklung. Das zeigt die aktuelle Erhebung zum Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Oktober. So gab der Konsumklimaindikator, der sich aus den Bewertungen der Deutschen zu den Konjunktur- und Einkommensaussichten sowie zur weiteren Entwicklung  der Konsumausgaben zusammensetzt, im Oktober gegenüber September zwar leicht nach oben revidiert von 8,6 auf 8,4 Punkte nach (Ursprungsprognose: 8,3 Punkte), für November prognostiziert der Indikator aber wieder einen leichten Anstieg auf 8,5 Punkte.

„Im Oktober zeigen sich die deutschen Verbraucher offenbar weniger beeindruckt von der anhaltend angespannten geopolitischen Lage und der damit einhergehenden konjunkturellen Abkühlung als noch im Monat zuvor“, kommentierte die GfK das etwas überraschende Ergebnis. Viele Ökonomen hatten eigentlich mit einer weiteren Verschlechterung der Verbraucherstimmung gerechnet. So ging zum Beispiel in einer Umfrage von Dow Jones Newswires der Durchschnitt der Befragten von einem Rückgang des Gesamtindikators auf 8,0 Punkte aus.

Rückgang der Konjunkturerwartungen gestoppt

Nachdem die Konjunkturerwartung in den beiden letzten Monaten drastisch eingebrochen war, hat sich der Konjunkturindikator im Oktober wieder stabilisiert. Mit einem Minus von 0,1 Zählern auf 4,3 Punkte verharrt der Indikator nahezu auf dem Vormonatsniveau und damit weiterhin über seinem langjährigen Durchschnittswert (0,0 Punkte).

Grund für den rückläufigen Konjunkturoptimismus, sind vor allem die internationalen Krisenherde. Der Konflikt der Ukraine mit Russland, die Zuspitzung der Lage in Syrien und dem Irak sowie die Ebola-Epidemie in Westafrika sorgen für Verunsicherung und dämpfen damit die wirtschaftliche Dynamik.

 

Einkommenserwartung legt wieder zu

Nachdem sich die Erwartungen zur Einkommensentwicklung zwei Monate in Folge eingetrübt hatten, sind die Deutschen mit Blick auf die Entwicklung ihrer Kaufkraft wieder etwas optimistischer. Mit einem Plus von 3,5 Zählern auf 46,9 Punkte notiert der Indikator im Oktober erheblich höher als im Vorjahresmonat (Oktober 2013: 32,7 Punkte) und bestätigt damit, wie die GfK erklärte, sein derzeit „exzellentes Niveau“.

„Die überaus optimistischen Einkommensaussichten gehen, wie auch in den vergangenen Monaten, vor allem auf die überaus stabilen Verhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurück“, erklärte das Forschungsinstitut. „Die gute Beschäftigungslage ist zudem dafür verantwortlich, dass auch die Erwerbseinkommen spürbar steigen können“, so die GfK. In Verbindung mit einer Inflationsrate von deutlich unter einem Prozent sorge dies real für ein Plus im Portemonnaie. „Und auch im kommenden Jahr wird die Einkommensentwicklung voraussichtlich ähnlich gut verlaufen.“

Optimistische Einkommensaussichten stimulieren Konsumneigung


Die optimistischeren Erwartungen zur Einkommensentwicklung fachen die zuletzt gesunkene Kauflust wieder an. So legt der Indikator zur Anschaffungsneigung im Oktober gegenüber September um 3,1 auf 45,6 Punkte zu. Damit liegt der Indikator nunmehr wieder etwas über dem Niveau des Vorjahresmonats (Oktober 2013: 44,4 Punkte).

„Die Konsumlaune der Bundesbürger ist nach wie vor stark ausgeprägt. Stabile Beschäftigungsverhältnisse reduzieren die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und fördern damit die Planungssicherheit, die vor allem für größere Anschaffungen wichtig ist“, so die GfK. „Die gute Einkommenssituation der privaten Haushalte sowie das niedrige Zinsniveau stützen die Konsumneigung zusätzlich.“

Deutlicher Zuwachs der Konsumausgaben in 2014

Für das laufende Gesamtjahr erwartet die GfK, dass der private Konsum 1,5 Prozent höher ausfallen wird als im Vorjahr. „Im vergangenen Jahr prognostizierte GfK einen Anstieg des privaten Konsums um 1,0 Prozent. Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der private Konsum im Jahr 2013 real um 0,9 Prozent gestiegen. Die GfK-Prognose war somit fast eine Punktlandung“, so die GfK.

Wie das Institut jedoch ergänzte, sei die Anschaffungsneigung ist – wie alle anderen Indikatoren auch – ein Stimmungsindikator: „Sie fragt, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Selbst wenn sie dies mit „Ja“ beantworten, müssen noch zwei weitere Voraussetzungen für einen Kauf vorhanden sein: Der Verbraucher muss das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen“, so die GfK.

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