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News, 28.11.2013
Konsumklima auf Rekordkurs
Deutsche sprühen vor Konsumlust
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft strotzen die Deutschen vor Konjunkturoptimismus und Konsumfreude: Laut Konsumklimaindex ist die Anschaffungsneigung deutscher Verbraucher so hoch wie seit sieben Jahren nicht mehr.
Durch die niedrigen Zinsen, die das Sparen unattraktiv machen, wird die Konsumneigung zusätzlich angefacht.
Durch die niedrigen Zinsen, die das Sparen unattraktiv machen, wird die Konsumneigung zusätzlich angefacht.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland wird immer besser und verheißt dem Einzelhandel ein florierendes Weihnachtsgeschäft. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, prognostiziert der monatlich erhobene Konsumklimaindex, der die Konsumneigung sowie die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Deutschen widerspiegelt, nach revidiert 7,1 Punkten im November für Dezember einen Anstieg auf 7,4 Punkte und damit ein Sechs-Jahreshoch. „Die sich abzeichnenden Erholungstendenzen der deutschen Wirtschaft bleiben auch bei den Konsumenten nicht unbemerkt“, kommentierte die GfK den Höhenflug der Verbraucherstimmung in Deutschland.

Konjunkturoptimismus nimmt weiter zu


Wie das Konsumbarometer zeigt, sind die Deutschen immer optimistischer, dass sich die moderate Aufwärtsentwicklung der Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten verstärken und die deutsche Wirtschaft weiter an Fahrt gewinnen wird. So legte der Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen der Deutschen den dritten Monat in Folge zu. Mit einem Plus von neun Punkten auf 20,3 Zähler notiert der Indikator nun so hoch wie seit Juli 2011 nicht mehr. Damit sehen die Deutschen die aktuelle Lage und die Konjunkturaussichten ähnlich optimistisch wie die deutsche Wirtschaft. Auch der vom Münchner ifo Institut erhobene Geschäftsklimaindex legte im November weiter zu. Hier liegt der Indikator sogar so hoch wie seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr.

Einkommensindikator schnellt auf 12-Jahreshoch

Die immer optimistischeren Konjunkturerwartungen beflügeln auch die Einkommenserwartungen der Deutschen. Sie sind mit einem Sprung des Indikators um 12,5 auf 45,2 Punkte, nachdem der Einkommensindikator zuvor drei Monate in Folge gesunken war, aktuell sogar so optimistisch wie seit März 2001 nicht mehr. Damals war die Einkommensstimmung der GfK zufolge sogar auf einen Wert von 45,7 Punkten geklettert.

„Die sich abzeichnende Belebung der deutschen Wirtschaft gewährleistet, dass die Beschäftigung – wenn auch moderat – weiter zulegen kann. Dies wiederum sorgt dafür, dass auch die Einkommen der Beschäftigten ansehnliche Zuwachsraten verzeichnen werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit über der zu erwartenden Inflationsrate liegen werden und somit zu realen Einkommenszuwächsen der privaten Haushalte führen dürften“, erklärte die GfK den starken Anstieg des Einkommensindikators. Ein solche sieht auch der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten, demnach die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland 2014 nominal im Mittel um 3,4 Prozent zulegen dürften.

Konsumlust so ausgeprägt wie lange nicht

Der immer stärker um sich greifende Konjunkturoptimismus, die ausgezeichnete Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Aussicht auf eine tendenziell eher aufwärts gerichtete Entwicklung der Kaufkraft lässt auch die Anschaffungsneigung weiter steigen. Hier legt der Indikator im November um 1,3 Zähler auf einen Sieben-Jahreshöchststand von 45,7 Punkten zu. Eine stärker ausgeprägte Konsumlust gab es zuletzt in Deutschland im Dezember 2006, als der Indikator zu den geplanten Konsumausgaben der Deutschen auf einem Stand von 59,9 Punkten notierte.

Grund für die weiter steigende Kauflust dürfte neben der Zuversicht die deutsche Konjunktur und eigenen Einkommensaussichten betreffend auch die immer stärker in den Keller gehenden Zinsen für Sparanlagen sein. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen jüngst um weitere 0,25 Prozentpunkte abgesenkt. „Die Verbraucher sehen die Alternative zum Konsumieren – das Sparen – offenbar als immer weniger attraktiv an. Folglich sind sie eher geneigt, ihre finanziellen Mittel in den Konsum zu stecken. Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ist das sicherlich eine gute Nachricht“, so die Gfk.

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