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News, 31.08.2012
Konsumklima August
Verbraucher kompensieren Konjunkturangst durch Konsum
Die Währungskrise in Europa und die Rezession im Euroraum hinterlässt bei Deutschlands Verbrauchern zunehmend Spuren. Wie der Konsumklimaindex im August ergab, ist die Bereitschaft zum Konsum zwar weiter hoch. Die Konjunkturangst bei Deutschen aber wächst.
Die Konsumbereitschaft hat sich im August zwar insgesamt leicht abgeschwächt, liegt aber dennoch weiterhin auf hohem Niveau.
Die Konsumbereitschaft hat sich im August zwar insgesamt leicht abgeschwächt, liegt aber dennoch weiterhin auf hohem Niveau.
Der Optimismus deutscher Verbraucher, dass sich deutsche Wirtschaft weitgehend dem Euro-Abwärtssog entziehen wird können, schwindet immer mehr. Noch wird zwar fleißig konsumiert, die wachsende Sorge um die Konjunktur in Deutschland und rückläufige Einkommenserwartungen haben allerdings die Anschaffungsneigung der Deutschen im August zurückgehen lassen. Das zeigen die Ergebnisse des von der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) erhobenen Konsumklimaindex im August. So notiert der Gesamtindikator für das Konsumklima in Deutschland mit 5,9 Punkten zwar weiterhin auf einem hohen Niveau und dürfte diesen Stand laut GfK-Prognose auch im September halten. Der GfK zufolge sei dies allerdings allein dem Umstand geschuldet, dass die Sparneigung angesichts von Niedrigstzinsen und der Sorge um den Euro deutlich gesunken ist.

„Die Rezession in einigen Ländern der Eurozone lässt die deutschen Konsumenten zunehmend befürchten, dass sich auch die Bundesrepublik anstecken könnte“, so die GfK. Dies zeigt sich vor allem beim Blick auf den Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen der Deutschen. Er gab im August den dritten Monat in Folge nach. Nach einem Rückgang im Juli um 8,6 Punkte sank der Indikator erneut um 13,3 Zähler auf nunmehr -18,9 Punkte. Damit notiert der Indikator 32,3 Punkte unter dem Stand von August 2011.

Angespannte Lage auf dem Kapitalmarkt stärkt die Kauflust

Die wachsende Sorge um die Konjunktur in Deutschland spiegelt sich auch in den Einkommenserwartungen der Deutschen wider. So gab auch der Teilindikator zur erwarteten Einkommensentwicklung in den kommenden zwölf Monaten weiter um 4,7 Zähler nach. Allerdings weise der Indikator mit aktuell 31,6 Punkten und einem Plus auf Jahressicht von 4,0 Punkten laut GfK noch immer ein überaus hohes Niveau auf. „Das gute Niveau des Indikators signalisiert zwar, dass die Einkommensaussichten noch den gesamtwirtschaftlichen Risiken der Eurokrise widerstehen, dennoch deuten sich erste Rückschläge an“, so die Konsumforscher.

Die Einkaufslaune lassen sich die Deutschen dadurch aber nicht verderben. Zwar gab der Teilindikator zur Anschaffungsneigung, nachdem er zuvor drei Monate in Folge leicht gestiegen war, erstmals wieder etwas nach (-2,7 Zähler). Mit einem aktuellen Stand von 33,1 Punkten sei die Konsumbereitschaft der Verbraucher dem Bericht nach aber weiter ausgesprochen hoch, wenngleich auch nicht mehr ganz so ausgeprägt wie im August vergangenen Jahres. „Trotz der zunehmenden internationalen Turbulenzen bewahren sich die deutschen Verbraucher ihre bislang hohe Konsumneigung“, so die GfK. Grund hierfür sind aus Sicht der Forscher zum einen die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie vergleichsweise hohe Tarifabschlüsse. Zum anderen erscheint die Alternative zum Konsum, nämlich das Geld zur Bank zu tragen, den meisten deutschen Konsumenten wenig attraktiv. „Die Furcht vor einem Stabilitätsverlust der Währung ist groß. Zudem sind die gegenwärtigen Zinsen für Geldanlagen so gering, dass sie nicht einmal die Inflation kompensieren“, konstatiert das Institut. Dies belege auch die deutlich zurückgegangene Sparneigung der Verbraucher.

Angesichts dessen hält die GfK denn auch an ihrer Jahresprognose fest, der zufolge die privaten Konsumausgaben inflationsbereinigt um etwa ein Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen dürften. Betrachtet man das erste Halbjahr, stehen die Chancen hierfür gut. So stand im Zeitraum Januar bis Juni beim privaten Konsum auf Jahressicht real ein Plus von 1,2 Prozent zu Buche.
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