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News, 23.12.2012
Konsumklima-Eintrübung
Verbraucher wollen Gürtel enger schnallen
Die Eurokrise schlägt zum Jahresende auf die Stimmung der Verbraucher: Pessimistischere Konjunkturerwartungen lassen die Kauflust der Deutschen deutlich sinken.
Trotz gestiegener Einkommenserwartungen zeigen sich die Verbraucher bei der Anschaffung werthaltiger Konsumgüter zurückhaltender.
Trotz gestiegener Einkommenserwartungen zeigen sich die Verbraucher bei der Anschaffung werthaltiger Konsumgüter zurückhaltender.
Vermehrte Sorgen um die weitere Entwicklung der weltweiten Konjunktur, allen voran die anhaltende Schuldenkrise in Europa haben die Verbraucherstimmung in Deutschland im Dezember nach unten gedrückt. Wie Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) berichtet, gab der sogenannte Konsumklimaindex, der allmonatlich die Konjunktur- und Einkommenswartungen sowie Anschaffungsneigung deutscher Konsumenten in einem Gesamtindikator zusammenfasst, im Dezember gegenüber November um 0,2 auf revidiert 5,8 Punkte nach. Für Januar 2013 prognostiziert der Gesamtindikator der GfK zufolge einen weiteren Rückgang um 0,2 Punkte auf 5,6 Zähler, womit der Aufwärtstrend der letzten Monate nun in eine leichte Abwärtsbewegung umschlägt. „Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend“, so die GfK.

Grund für die Eintrübung der Verbraucherstimmung sind wachsende Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Konjunktur. So gab der Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen der Deutschen im Dezember nach drei Anstiegen in Folge erstmals wieder nach. Mit einem Rückgang um 3,3 auf minus 17,9 Punkte notiert der Indikator nun 17 Zähler unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-0,9 Punkte). „Die Verbraucher gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten eine schwierigere Phase durchleben wird“, erklärte die GfK. Gleiches erwartet auch die deutsche Bundesbank, die in ihrer kürzlich veröffentlichten Prognose für 2013 im Jahresdurchschnitt ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um nurmehr 0,4 Prozent erwartet.

Der wachsende Konjunkturpessimismus lässt auch die Konsumbereitschaft deutlich sinken. So büßt der Indikator zur Anschaffungsneigung im Dezember den zweiten Monat in Folge auf nunmehr nur noch 20,1 Punkte ein, wobei der Rückgang mit einem Minus von 9,3 Zählern mehr als doppelt so hoch ausfällt wie im November (-4,5 Zähler gegenüber Oktober). Der GfK zufolge notiert der Indikator damit aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2010 (18,1 Punkte). „Die wirtschaftliche Abschwächung lässt auch die deutschen Konsumenten etwas vorsichtiger werden, wenn es um die Anschaffung langlebiger beziehungsweise werthaltiger Konsumgüter geht“, so das Konsumforschungsinstitut. Trotz der gegenwärtigen Verluste, sei das gegenwärtige Niveau der Anschaffungsneigung aber nach wie vor als gut zu bezeichnen.
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