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News, 29.06.2016
Konsumklima immer besser
Einkommensoptimismus facht Verbraucherstimmung an
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland wird immer besser: Laut aktueller GfK-Umfrage ist das Konsumklima so gut wie seit neun Monaten nicht mehr.
Die Entwicklung des GfK-Konsumklimaindikator seit dem Jahr 2011 (Grafik: GfK)
Die Entwicklung des GfK-Konsumklimaindikator seit dem Jahr 2011 (Grafik: GfK)
Optimistische Konjunktur- und Einkommenserwartungen lassen die Deutschen in einem Stimmungshoch schwelgen. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer Juni-Erhebung zum Konsumklimaindex ermittelt hat, hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher im Juni weiter verbessert. Nach einem Stimmungsschub im Mai um 0,3 auf 9,7 Punkte zog der GfK-Gesamtindikator im Juni um weitere 0,1 auf 9,8 Punkte an. Für Juli prognostiziert die GfK-Umfrage den dritten Monat in Folge eine weitere Verbesserung des GfK-Konsumklimaindikators auf 10,1 Punkte. Das wäre der beste Wert seit August vergangenen Jahres und nur knapp unter dem 14-Jahreshoch von Juni 2015, als der GfK-Indikator auf den höchsten Wert seit Oktober 2001 gestiegen war.

Angetrieben wird die Stimmung unter anderem von optimistischeren Konjunkturerwartungen. Hier legten die Prognosen im Juni den dritten Monat in Folge zu und schnellten gegenüber Mai um weitere 9,7 Punkte nach oben auf einen Stand von nunmehr 18 Punkten. Das ist der höchste Wert seit Juli letzten Jahres (18,4 Punkte). Hinzu kommen deutlich optimistischere Einkommenserwartungen. Hier legt der Teilindikator um 7,8 Punkte auf einen Rekordwert von 59,6 Punkten zu. Das ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung.

„Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft offenbar im Aufwind. Dabei schienen auch die Diskussionen um mögliche Folgen eines Ausstiegs Großbritanniens aus der EU für die deutsche Wirtschaft die Bundesbürger bislang nicht zu verunsichern“, so die GfK. Hinzu kommt der ausgeprägte Einkommensoptimismus. „Die gute Beschäftigungssituation sorgt dafür, dass die tariflichen Einkommen in vielen Branchen stark steigen. Da zudem die Inflationsrate fast bei 0 Prozent liegt, bedeuten nominale Einkommenszuwächse eine nahezu gleich starke Steigerung der Kaufkraft“, so die Konsumforscher.

Die Anschaffungsneigung kann der gegenüber Mai stärker ausgeprägte Konjunktur- und Einkommensoptimismus aber nicht beflügeln. Vielmehr gibt der Indikator, der im Mai noch ein 12-Monatshoch erreichte, im Juni leicht um 3,3 auf 54,4 Punkte nach. In der Tendenz bleibt allerdings die Kauflust aufwärtsgerichtet. „Der Trend zeigt trotz der Einbußen leicht nach oben“, teilte das Konsumforschungsinstitut mit. „Eine exzellente Beschäftigungslage sorgt dafür, dass momentan kaum Sorge unter den Beschäftigten besteht, ihren Job zu verlieren. Somit sind sie eher bereit, werthaltige Anschaffungen zu tätigen, als das Geld zu sparen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist die Alternative zum Konsum nicht verlockend.“

cs/GfK
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