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News, 29.05.2018
Konsumklima-Abwärtstrend hält an
Kauflust der Deutschen ebbt etwas ab
Die internationalen geo- und handelspolitischen Unsicherheiten lassen die meisten Verbraucher in Deutschland bislang noch weitgehend unbeeindruckt. Die Anschaffungsneigung ist aber nicht mehr ganz so ausgeprägt wie bisher, zeigt die Mai-Erhebung zum Konsumklimaindex.
Trotz der erneut geringfügigen Eintrübung geht die GfK weiterhin in diesem Jahr von einem realen Wachstum der Konsumausgaben um zwei Prozent aus.
Trotz der erneut geringfügigen Eintrübung geht die GfK weiterhin in diesem Jahr von einem realen Wachstum der Konsumausgaben um zwei Prozent aus.

Die ausgezeichnete Verbraucherstimmung in Deutschland hält an, hat sich im Mai aber auf hohem Niveau erneut geringfügig eingetrübt. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte, prognostiziert der GfK-Indikator zum Konsumklima in Deutschland für Juni einen weiteren Rückgang um 0,1 Zähler auf 10,7 Punkte. Das ist der zweite Monat, in dem der Konsumklimaindikator insgesamt leicht nachgibt. Verantwortlich für die weitere Eintrübung sind weniger expansiv geplante Konsumausgaben. Die Konjunkturerwartungen der Deutschen bleiben dagegen auf hohem Niveau stabil, bezogen auf die Einkommensentwicklung haben die Erwartungen gegenüber April sogar insgesamt leicht zugelegt.

„Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch den amerikanischen Präsidenten hat die Stimmung der Konsumenten nicht sonderlich beeinträchtigt“, so das Konsumforschungsinstitut.

Konjunkturoptimismus hält an

Nach der Eintrübung im April haben sich  die Konjunkturerwartungen der Deutschen im Mai auf dem guten Vormonatsniveau stabilisiert. Mit einem unveränderten Wert von 37,4 Punkten weist der Indikator auch im Mai auf Jahressicht immer ein noch leichtes Plus von 2,6 Punkten aus.

„Die weitere Zuspitzung der internationalen Lage durch die einseitige Aufkündigung des Iran-Atomabkommens seitens der USA hat die Konsumenten im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland nicht weiter verunsichert“, konstatierte GfK-Experte Rolf Bürkl. „Dies belegt die hohe Stabilität des Konjunkturindikators. Allerdings zeigt der Verlauf des Indikators seit Anfang des Jahres, dass nach Einschätzung der Konsumenten die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland etwas nachlassen könnte“

Einkommensindikator zieht auf hohem Niveau wieder an


Nachdem die Einkommenserwartungen der Deutschen im April gegenüber März um 1,4 Punkte nachgegeben hatten, zog der Teilindikator im Mai wieder um 0,7 Zähler auf 54,2 Punkte an und macht damit die Hälfte der Verluste aus dem Vormonat wieder wett. An das Vorjahresniveau reicht der Indikator aber mit einem Minus von 4,3 Zählern akuell nicht mehr ganz heran. 

„Stabile Konjunktur- und Arbeitsmarktaussichten sind die wesentlichen Stützen des Einkommensindikators. Sie sorgen für gute Einkommenszuwächse sowohl bei den Beschäftigten als auch den Rentnern, denn deren Rentenerhöhungen sind an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt“, so Bürkl. „Da die Inflation auch in den kommenden Monaten moderat bleiben soll, wird auch real ein Plus in den Geldbeuteln der Konsumenten ankommen.“

Cs/GfK; Bild "Saturday Shoppers"; Quelle: Paul Robertson / flickr; Lizenz: Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-ND 2.0)

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