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News, 16.08.2010
Konjunkturprognose
IMK erwartet BIP-Wachstum von zu bis drei Prozent
Angesichts des Rekordwachstums des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im zweiten Quartal geht das Institut für Markoökonomie und Konjunkturforschung (IMK) davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresschnitt 2010 deutlich stärker wachsen wird als bislang erwartet.

Wie das Institut für Markoökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung am Freitag mitteilte, wird das Institut seine bis bisherige Konjunkturprognose für 2010 deutlich anheben. "Wir werden unsere Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft wahrscheinlich auf 2,5 bis drei Prozent heraufsetzen", erklärte der Wissenschaftliche Direktor des IMK Prof. Dr. Gustav Horn. Bislang hatte das Wirtschaftsforschungsinstitut für 2010 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um zwei Prozent gerechnet.

Grund für das Anheben der Konjunkturprognose ist der neue Quartalsbericht des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Wirtschaftsleistung in Deutschland, dem zufolge das deutsche BIP im zweiten Quartal mit einem Zuwachs um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal so stark gestiegen ist wie noch nie im vereinigten Deutschland.

Angesichts dieser „sensationalen“ Zahlen nun aber schon von einem selbst tragenden Aufschwung auszugehen, hält der Wissenschaftsdirektor jedoch für verfrüht. So werde sich aus seiner Sicht erst nach dem Auslaufen der weltweiten Konjunkturprogramme zeigen, ob der Aufschwung auf eigenen Beinen steht, oder die deutsche Wirtschaft vielmehr derzeit „nur eine Erholung nach der tiefen Krise“ erlebe.

Vor diesem Hintergrund dürfe die Euphorie laut Horn auch nicht den Blick darauf verstellen, dass Deutschland noch einige Hausaufgaben zu machen habe. Sorge bereitet dem Konjunkturexperten insbesondere der im internationalen Vergleich weiterhin schwache private und staatliche Konsum.

"Die deutsche Wirtschaft steht nach wie vor nur auf einem Bein: dem Export. Das macht uns abhängiger vom Ausland, als es sein müsste", so der Wirtschaftsforscher. Horn zufolge brauche es daher sowohl höhere staatliche Investitionen als auch eine stärkere, produktivitätsorientierte Lohnentwicklung, um die Binnennachfrage zu stärken.

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