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News, 18.05.2010
Konjunkturprognose
Deutsche Wirtschaft wird trotz Eurokrise wachsen
Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln wird sich die Konjunktur in Deutschland ungeachtet der Krise der Europäischen Währungsunion weiter erholen. Sowohl für dieses Jahr als auch für nächstes Jahr erwarten die Experten, dass die deutsche Wirtschaft deutlich wächst.
Wie das IW Köln am Montag mitteilte, gewinnen die Wachstumskräfte in Deutschland Oberhand. In diesem Kontext erwarten die Wirtschaftsforscher Dank der immer größeren Dynamik in den aufstrebenden Volkswirtschaften und den USA, dass die deutsche Wirtschaft 2010 und 2011 stärker als bislang erwartet wachsen wird. So geht das IW Köln in seiner neuen Konjunkturprognose davon aus, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland in diesem Jahr um 1,75 Prozent erhöhen wird. Damit hat das Wirtschaftsforschungsinstitut seine Wachstumsprognose um einen Viertel Prozentpunkt nach oben revidiert. 2011 sei laut Prognose sogar mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent zu rechnen.

Steigende Produktion auf breiter Front

Dass es mit der deutschen Wirtschaft weiter aufwärts geht, belegt auch die aktuelle IW-Konjunkturumfrage, an der sich im Mai mehr als 2.000 Unternehmen aus West- und Ostdeutschland beteiligten haben. Danach geht fast die Hälfte der befragten Betriebe (47%) für 2010 von einer gegenüber dem Vorjahr höheren Produktion aus. Im Herbst 2009 hatte der Anteil der Optimisten noch bei 34 Prozent gelegen. Dass die Produktion in diesem Jahr zurückgeht, erwarten dagegen nurmehr 18 Prozent der Unternehmen (Herbst 2009: 21%). Besonders optimistisch zeigt sich aktuell die Industrie: Hier gehen gegenwärtige sogar 55 Prozent der Firmen von einem Anstieg ihrer Produktion aus, während lediglich 15 Prozent mit einem Rückgang rechnen.

 Außenhandel auf dem Weg zurück zu alter Stärke


Die Exportwirtschaft nimmt wieder Fahrt auf: Wie aus der Konjunkturumfrage hervorgeht, gehen 36 Prozent der in Deutschland befragten Betriebe für 2010 von steigenden Exporten aus. Von den Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie erwartet sogar mehr als die Hälfte, dass die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr steigen. Mit einem Rückgang der Exporte rechnet dagegen nurmehr knapp ein Siebtel der Betriebe. Im Jahresschnitt erwarten die IW-Experten, dass die deutschen Ausfuhren 2010 um über sieben Prozent und 2011 um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen und dabei in beiden Jahren jeweils etwa die Hälfte zum deutschen Wirtschaftswachstum beisteuern werden.

Tiefpunkt der Investitionen überwunden

Wenngleich die Unternehmen ihre Produktion wieder ausweiten, halten sich viele Betriebe mit Investitionen noch zurück. Grund hierfür ist dem IW Köln zufolge zum einen der Umstand, dass die Kapazitäten noch längst nicht wieder ausgelastet sind, und zum anderen die nach wie vor bestehende Unsicherheit über die Nachhaltigkeit des Wirtschaftsaufschwungs. So gaben im Mai zwar 28 Prozent der hierzulande befragten Firmen an, 2010 mehr investieren zu wollen als im Vorjahr. Allerdings erwarten mit 26 Prozent fast ebenso viele Unternehmen, dass ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr sinken werden. „Dennoch ist das tiefe Krisental auch bei den Investitionen durchschritten – im vorigen Herbst lag der Anteil der Betriebe mit negativen Investitionserwartungen noch um knapp 7 Prozentpunkte über dem der optimistischen Unternehmen. Im Frühjahr 2009 hatte der Abstand sogar fast 46 Punkte betragen“ so das IW Köln. Vor diesem Hintergrund sei es dem Institut zufolge bereits ein Erfolg, dass sich die realen Ausrüstungsinvestitionen 2010 in der gesamten Wirtschaft um drei Prozent erhöhen werden. Im Jahr 2011 stehe sogar ein Investitionsplus von acht Prozent in Aussicht.

[Quelle: IW Köln]
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