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News, 25.11.2008
Konjunktur 2009
Deutsche Wirtschaft überwiegend pessimistisch
Angesichts der Finanzkrise und deren konjunkturellen Folgen stehen die Zeichen in der deutschen Wirtschaft klar auf Rezession. Anlass zur Panik gibt es aber derzeit nicht, wie eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verdeutlicht.
Während die Folgen der Finanzkrise mittlerweile auf die reale Wirtschaft niederschlagen und ein Drittel der deutschen Firmen von einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Produktion berichten, gibt es dennoch manchen Lichtblick: Fast vier von zehn befragten Unternehmen vermelden aktuell ein unverändert hohes Output (38 %) und bei mehr als jedem vierten hat sich die Lage sogar verbessert. Auch blieben das Exportvolumen in gut der Hälfte und die Mitarbeiteranzahl in rund 47 Prozent der Firmen nach wie vor stabil. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) unter 1.800 deutschen Unternehmen im Oktober und November 2008 durchgeführt hat. Die Prognosen für 2009 sind jedoch eher düster:

Produktion

Nach Auskunft des IW ist von der Zuversicht, die die Firmen noch vor einem halben Jahr zeigten, inzwischen kaum noch etwas übrig: Mehr als ein Drittel der Unternehmen (37 %) gehen von einem Produktionsrückgang im Jahr 2009 aus. „Zwar rechnen gut 24 Prozent mit besseren Geschäften, dennoch ist der Saldo der Erwartungen zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2003 negativ“, so das Institut.

Besonders skeptisch sind die Bauwirtschaft und die Grundstoffindustrie, wo jeweils 42 Prozent der Firmen einen Abwärts- und nur ein Fünftel (20 %) einen Aufwärtstrend erwarten. Etwas besser scheint die Lage in der Investitionsgüterindustrie: Hier erwartet nur gut jedes dritte Unternehmen einen Rückgang (37 %), während immerhin 28 Prozent ein Plus erwarten.

Export

Nachdem der Außenhandel bisher die stärkste Stütze des wirtschaftlichen Aufschwungs war, überwiegen nun auch hier die negativen Erwartungen. Angaben des Instituts zufolge rühren jedoch die erstmals per saldo negativen Erwartungen vornehmlich von den Umfragedaten in Westdeutschland her, wo nur 23 Prozent der Firmen 2009 mit einem Anstieg ihrer Exporte rechnen, jedoch rund 27 Prozent mit einem Rückgang. In Ostdeutschland hingegen stehen die Zeichen etwas besser: Dort erwarten 21 Prozent der Betriebe im nächsten Jahr ein Plus und nur 20 Prozent ein Minus.

Investitionen

Die allgemein eher pessimistischen Erwartungen spiegeln sich auch in einer rückläufigen Investitionsneigung der Unternehmen wider: Während lediglich 23 Prozent der Betriebe im Jahr 2009 mit einem Anstieg ihrer Investitionen rechnen, gehen 34 Prozent von rückläufigen Investitionen in ihrem Unternehmen aus.

Beschäftigung

Wenngleich der deutsche Arbeitsmarkt auf konjunkturelle Abschwünge stark verzögert reagiere, sind dem IW-Bericht zufolge auch hier die guten Zeiten spätestens im kommenden Jahr vorbei. So gehen fast 35 Prozent der Unternehmen davon aus, 2009 die Anzahl ihrer Mitarbeiter reduzieren zu müssen. Mit einem Wachstum der Belegschaft hingegen rechnet nur ein knappes Fünftel (19 %).

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln

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