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Klimaschützer im Aufwind – Ceresana Research veröffentlicht neue Studie zu expandierbarem Polystyrol

Ceresana Research veröffentlicht eine neue Marktstudie zu expandierbarem Polystyrol: Die Hersteller dieses wichtigen Dämmstoffs verzeichnen wieder Zuwächse.
(PM) Konstanz, 30.03.2010 - Gebäudeisolierung ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, viel Geld zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Allein in Deutschland gelten 23 Millionen Wohnungen als sanierungsbedürftig: Wenn ihre Wärmedämmung auf den neusten Stand gebracht würde, könnte das den Heizölverbrauch um 83 Milliarden Liter verringern, beziehungsweise den CO2-Ausstoß um 250 Millionen Tonnen senken – und zwar pro Jahr. In heißen Ländern ist das Einsparpotential sogar noch größer, da Klimaanlagen viel Energie verbrauchen. Das sind gute Aussichten für die Hersteller von expandierbarem Polystyrol, dem wichtigsten Dämmstoff. Das Marktforschungsinstitut Ceresana Research veröffentlicht gerade eine neue Studie zu EPS.

Bauen mit EPS

Auf Blöcke und Platten für die Bauindustrie, das größte Anwendungsgebiet, entfallen derzeit rund zwei Drittel der EPS-Nachfrage. Die Bedeutung des Bausektors wird sogar noch weiter zunehmen: Viele Regierungen, besonders in Europa, fördern Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, weshalb Ceresana Research trotz vielerorts rückläufiger Bauindustrie ab 2010 wieder mit einem Anstieg des EPS-Verbrauchs rechnet. Nachdem der weltweite EPS-Umsatz von 2000 bis 2008 um durchschnittlich 7,3 Prozent pro Jahr zugelegt hat, ist er 2009 auf ca. 4,3 Mrd. € gesunken. „Aufgrund deutlicher Preisrückgänge ging der Umsatz in einzelnen Weltregionen um bis zu einem Drittel zurück“, erläutert Oliver Kutsch, Geschäftsführer Ceresana Research. „Die Preise steigen aber bereits wieder. Wir erwarten, dass bis zum Jahr 2012 der Marktwert das Niveau des Jahres 2008 wieder erreicht.“

Universeller Schaumstoff

Außer zur Wärmedämmung, etwa für Boiler oder auch ganze Tankschiffe, wird EPS vor allem dort eingesetzt, wo Stoß- oder Schalldämpfung gefragt ist. Die Schaumstoff-Kügelchen sind zum Beispiel in Schutzhelmen für Fahrradfahrer, Schallwänden und Verpackungen für Elektrogeräte zu finden. Da das Material als gesundheitlich unbedenklich gilt, wird es auch für Wegwerfbecher und andere Lebensmittelbehälter verwendet. Der hohe Auftrieb von EPS, das bis zu 98 Prozent aus Luft besteht, wird für Leichtkerne in Surfboards, Schwimmwesten und Rettungsringen genutzt. Das einfach und fast beliebig formbare EPS wird für die Produktion von Architekturmodellen ebenso gebraucht wie für Kulissen und Dekorationen. Zu den weniger bekannten technischen Anwendungen von EPS gehören zum Beispiel verlorene Gießformen für Eisen- oder Aluminiumteile, etwa von Motoren.

Auftrieb im Osten

Besonders dynamisch entwickelt sich die EPS-Produktion in Osteuropa und in der Region Asien-Pazifik. Ceresana Research rechnet dort bis 2016 mit einem jährlichen Wachstum von 7,1 Prozent, beziehungsweise 5,9 Prozent. Allein in China, das bereits heute der größte EPS-Hersteller ist, sollen die Kapazitäten um mehr als 750.000 Tonnen zunehmen, in den osteuropäischen Ländern um knapp 350.000 Tonnen. In Japan und Südkorea wird die EPS-Produktion dagegen voraussichtlich zurückgehen.

Prägnanter Überblick

Die „Marktstudie Expandierbares Polystyrol“ präsentiert auf 715 Seiten das Wichtigste zu den verschiedenen EPS-Typen, ihren Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten, aber auch zu Rechtslage und Zertifizierung, Recycling, Innovationen und Trends. Der Marktreport enthält 63 Profile von aktuellen und zukünftigen Herstellern, mit Informationen zum Produktsortiment, zu Kapazitäten, Eigentumsverhältnissen und Firmenverflechtungen. Für 64 Länder wird detailliert der jeweilige EPS-Markt analysiert, mit Angaben zu Preisen, Import und Export - einschließlich Prognosen bis 2016. Die Studie ist auf Englisch oder Deutsch erhältlich: www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/expandierbares-polystyrol
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