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KiK Hilfsfonds für Pakistan: PILER bestätigt Empfang der Gelder - Kommission gegründet

(PM) Bönen/Karachi, 05.02.2013 - Nach mehreren Gesprächen in Pakistan ist es dem Textildiscounter KiK gelungen, einen Verbund pakistanischer Partner zu formieren, der das Unternehmen bei der Auszahlung des nach dem Brand in Karachi etablierten Hilfsfonds‘ unterstützt. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in Pakistan können die Gelder nunmehr in den nächsten Tagen ausgezahlt werden. Als Handelsunternehmen fehlt uns die Infrastruktur, eine solche Mittelverteilung direkt zu organisieren“, so Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation bei KiK. „Deshalb haben wir einen starken Partner gesucht und ihn in der renommierten pakistanischen Nicht-Regierungsorganisation PILER (Pakistan Institute of Labour Education and Research) gefunden. PILER hilft uns jetzt, die Gelder schnell, angemessen und gerecht an die Opferfamilien zu verteilen“, so der Geschäftsführer weiter.

Der Hilfsfonds zur Unterstützung der Familien der Brandopfer von Karachi wurde von KiK wenige Tage nach dem Unglück im September 2012 eingerichtet und mit 1 Mio. US$ ausgestattet. Nach dem langwierigen und schwierigen Prozess der Klärung von Ansprüchen wird PILER nun beginnen, die Hilfen auszuzahlen. „Wir freuen uns, dass die Gelder von KiK in Höhe von 1 Million US Dollar für den Hilfsfond bereit stehen. Die erste Tranche ist überwiesen und wir können den Eingang bestätigen“, so Ali Karamat, Geschäftsführer von PILER.

In welcher Höhe die jeweiligen Auszahlungen erfolgen, wird durch eine am 29.01.2013 etablierte Kommission festgelegt, die vom obersten Gericht der Provinz Sindh einberufen wurde. „Dies ist ein historischer Schritt“, so Ali Karamat, „er wird richtungsweisend sein bei der Klärung von Entschädigungsansprüchen auch in der Zukunft.“

„Wir haben in den letzten Wochen die Angelegenheit in Pakistan mit Nachdruck forciert und sind sehr froh, dass die Hilfen jetzt wirklich erfolgen können. Die Gelder stehen bereit. Weitere Tranchen können abgerufen werden, sobald die Auszahlungen anlaufen“, so Dr. Michael Arretz weiter.

Arbeit an Brandschutzprogramm startet im März 2013

Die Kooperation mit PILER beschränkt sich jedoch nicht auf die Auszahlung der Hilfsgelder. KiK und PILER haben sich darauf verständigt, ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung der Brandschutzvorkehrungen in pakistanischen Produktionsbetrieben zu starten. „Wir wollen uns gerne mit vielen anderen Beteiligten zusammentun, um in Sachen Brandschutz in den Produktionsbetrieben möglichst viel erreichen zu können. So könnten wir uns beispielsweise vorstellen, dass die Installation von Feuertreppen für mehrstöckige Textilfabriken zur Auflage gemacht wird“, so Dr. Michael Arretz. Im März 2013 startet die gemeinsame konzeptionelle Arbeit. „Als Auftraggeber können wir allein keine Veränderung herbeiführen. Dies geht nur im Schulterschluss mit den örtlichen Institutionen“, so Arretz weiter. Im Mittelpunkt des Projektes mit PILER stehen weiterhin die Auditierung und Qualifizierung zum Thema Brandschutz in Produktionsstätten und dies unter maßgeblicher Beteiligung weiterer Nicht-Regierungsorganisationen.
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