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News, 16.03.2011
KfW-Prognose
Deutsche Wirtschaft bald wieder auf Vorkrisenniveau
Die Zeichen für die deutsche Wirtschaft stehen weiter bestens: Laut einer Prognose der KfW dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits im Laufe des zweiten Quartals 2011 wieder das Niveau von vor der Wirtschaftskrise erreichen.
Nach Einschätzung der KfW dürften neben dem Export vor allem steigende Investitionen und der private Konsum für Schubkraft sorgen.
Nach Einschätzung der KfW dürften neben dem Export vor allem steigende Investitionen und der private Konsum für Schubkraft sorgen.
Die deutsche Wirtschaftsleistung wird 2011 das zweite Jahr in Folge weiter kräftig wachsen. Nach einer Prognose der KfW wird sich das deutsche BIP in diesem Jahr preis- und kalenderbereinigt um 3,0 Prozent erhöhen und dabei bereits im zweiten Quartal wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Für das Jahr 2012 erwartet die KfW, dass sich Wachstumstempo des BIP im Jahresdurchschnitt zwar auf 1,8 Prozent verlangsamt. Im längerfristigen Vergleich sei dies für Deutschland aber immer noch ein durchaus respektables Wachstum, so die Bankengruppe. „Das kräftige Wirtschaftswachstum ist Ausdruck der fundamental und anhaltend guten Verfassung der deutschen Konjunktur“, heißt es in dem KfW-Bericht.

Aufschwung treibt Investitionen

Die wesentlichen Gründe für den anhaltenden konjunkturellen Aufschwung in Deutschland sieht die KfW in der weiter aufwärts gerichteten Dynamik der Weltwirtschaft, der seit langem guten Wettbewerbsposition der deutschen Exportwirtschaft und im anhaltenden Rückgang der Arbeitslosigkeit. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Umstands, dass der Aufschwung zunehmend auch von der Binnennachfrage getragen werde, dürften auch die Unternehmensinvestitionen der KfW zufolge weiter kräftig expandieren. So erwartet die Bankengruppe in ihrer Prognose für 2011 einen Anstieg der Unternehmensinvestitionen um 9,0 Prozent und im kommenden Jahr ein weiteres Wachstum um 4,0 Prozent. Ihr Vorkrisenniveau werden die Investitionen in Deutschland trotz des hohen Wachstumstempos laut KfW-Prognose aber dennoch erst im Winter 2011/2012 wieder erreichen.

Einen Extra-Wachstumsschub erwartet die KfW im ersten Halbjahr 2011 zudem vom witterungsbedingten Nachholbedarf der deutschen Bauwirtschaft. Angesichts des insgesamt nach wie vor freundlichen Weltwirtschaftsklimas dürften dem Bericht nach auch die Exporte weiter merklich expandieren. Gleichzeitig dürften die gute Arbeitsmarktentwicklung und steigende Löhne den Konsum beflügeln und parallel dazu die mittlerweile hohe Kapazitätsauslastung der Unternehmen, insbesondere vor dem Hintergrund niedriger, wenn auch allmählich steigender Zinsen, weiter die Investitionstätigkeit ankurbeln. „Hierfür sprechen auch die anhaltenden Spitzenniveaus wichtiger Stimmungsindikatoren wie etwa des KfW-ifo-Geschäftsklimas, das sich im Februar 2011 zum wiederholten Mal zu einem neuen gesamtdeutschen Höchststand aufgeschwungen hat“, so die KfW.

Wie Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe, erklärte, wäre ein im Jahr 2011 erneut in Aussicht stehendes BIP-Wachstum von 3,0 Prozent ein Novum in der Wirtschaftsgeschichte des wiedervereinigten Deutschlands. „Zwei Jahre hintereinander, die beim Realwachstum eine Drei vor dem Komma aufweisen, gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie“, so der Chefvolkswirt. Zudem stünden erstmals seit vielen Jahren die Chancen gut, dass sich neben den Investitionen auch der private Konsum – und damit beide Hauptkomponenten der Binnennachfrage – nicht nur vorübergehend, sondern nachhaltig belebten.

Der KfW zufolge gebe es jedoch auch Risiken, wie etwa die Entwicklungen im arabischen Raum, aber auch aufkommende protektionistische Tendenzen, wie beispielsweise zwischen China und den USA, ebenso wie die weiter schwellende Eurokrise, die Störungen der Weltwirtschaft bewirken könnten. „Als Risikofaktor besonders hervorzuheben ist eine unerwartet stark anziehende Inflationsrate – angestoßen besonders durch die Energie- und Nahrungsmittelpreise –, die die reale Kaufkraft der Verbraucher beschneiden und die EZB über die bereits angekündigte Zinswende hinaus zu weiteren raschen Zinsanhebungen veranlassen könnte“, so die KfW.
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