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News, 02.01.2012
Keine Lust auf Handy-Entsorgung
Deutsche horten alte Handys
Alt-Handys entwickeln sich in Deutschland immer mehr zum Sammelgut: Einer Umfrage des BITKOM zufolge hat die Zahl an ungenutzten, alten Handys 2011 in Deutschland erstmals die 80-Millionen-Marke überschritten.
Bei alten Handys handeln viele Deutsche nach wie vor nach der Devise: lieber sammeln als entsorgen. So bunkerten die deutschen Bundesbürger im Jahr 2011 in ihren Wohnungen und Kellern rund 83 Millionen ausrangierte Handys. Damit erhöhte sich die Zahl der in deutschen Haushalten gelagerten Alt-Handys gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent bzw. 11 Millionen Altgeräte (2010: 72 Mio. Alt-Handys). Das ergab jetzt eine auf Basis einer repräsentativen Umfrage erstellte Hochrechnung des Hightech-Branchenverbandes BITKOM. Danach besitzen 66 Prozent der Deutschen wenigstens ein Handy oder Smartphone, das sie nicht benutzten.  18 Prozent der Deutschen haben sogar zwei Mobiltelefone, die sie nicht verwenden, und 13 Prozent verfügen hiervon sogar über drei oder mehr.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, heben 30 Prozent der deutschen Handy-Besitzer ausrangierte Mobiltelefone erst mal auf. Weitere 31 Prozent der Deutschen verschenken ihre alten Handys (23%) oder spenden sie für einen guten Zweck (8%). Die Möglichkeit, nicht mehr benötigtes Handys beim Händler oder beim Mobilfunkanbieter zurückzugeben, nutzen dagegen nur ein 13 Prozent, eine kommunale Sammelstelle suchen zur Entsorgung sogar nur sieben Prozent der Deutschen auf. Bei weiteren zwei Prozent der Bundesbürger wandern alte Handys direkt in den Hausmüll, und 17 Prozent der deutschen Handy-Besitzer wollten oder konnten hierzu keine Auskunft geben.

Eine Folge der weit verbreiteten Handy-Sammellust: Insgesamt zwei Drittel der Bundesbürger (66%) haben wenigstens ein Handy oder Smartphone, das sie nicht benutzten.  18 Prozent der Deutschen besitzen sogar zwei Mobiltelefone, die sie nicht verwenden, und 13 Prozent verfügen hiervon sogar über drei oder mehr.

Entsorgung alter Handys dient dem Umweltschutz


Laut BITKOM finden sich in Handys zahlreiche Rohstoffe, die in die Wertstoffkreisläufe zurückgeführt werden können. So könnten rund 80 Prozent der in Mobiltelefonen verwendeten Materialien, darunter wertvolle Metalle wie etwa Silber, Gold und Kupfer, aber auch seltene Erden, mittels Recycling-Verfahren wiederverwertet werden.  „Zwar sind die Rohstoff-Mengen in jedem einzelnen Handy gering, in Summe kann daraus ein erheblicher Beitrag zum schonenden Umgang mit knappen Ressourcen werden“, so BITKOM-Vizepräsident Volker Smid.

Dem Verband nach nähmen alle großen Netzbetreiber alte Handys kostenfrei per Post zurück. Portofreie Versandumschläge ließen sich im Internet anfordern oder in den Handy-Shops abholen. „Einige Betreiber nehmen alte Handys auch direkt in den Geschäften entgegen“, so der BITKOM. Wer sein Altgeräte zurückgibt, tue dem Verband nach überdies auch etwas Gutes, da viele Unternehmen für jedes eingesandte Altgerät an Umweltorganisationen oder andere soziale Hilfsprojekte spendeten.

Alternativ dazu bietet sich für Verbraucher auch die Möglichkeit, alte Handys kostenlos in kommunalen Abfallsammelstellen abzugeben. „Von dort gehen die Geräte an die Hersteller oder Recyclingunternehmen, die für eine umweltgerechte Entsorgung oder Wiederaufbereitung sorgen“, so der Verband. Informationen zu den Standorten der Recycling-Höfe erhielten Verbraucher bei der örtlichen Stadtreinigung.

Die Pflicht zur ordnungsgemäßen Entsorgung indes gilt nicht nur für Handys, sondern auch für alte Akkus und Batterien. Sie könnten dem Verband nach ebenfalls in den Recycling-Höfen oder im Laden abgegeben werden. Diese dagegen mit dem Hausmüll zu entsorgen, ist laut Elektrogesetz verboten und kann ein Bußgeld nach sich ziehen.
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