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News, 01.04.2011
Kaum IT-Notfallpläne
IT-Sicherheit in KMU greift meist zu kurz
Laut einer Studie verfügt nur eine Minderheit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland über IT-Notfallpläne. Ein weiteres Manko bei vielen KMU: Die IT-Sicherheit beschränkt sich meist alleinig auf IT-gestützte Sicherheitsmaßnahmen.
Auch der Gefahrenquelle „Mitarbeiter“ schenken viele KMU im Kontext IT und Datensicherheit noch viel zu wenig Augenmerk.
Auch der Gefahrenquelle „Mitarbeiter“ schenken viele KMU im Kontext IT und Datensicherheit noch viel zu wenig Augenmerk.
Nach einem Bericht des Hightech-Branchenverbandes BITKOM nehmen die meisten KMU das Thema IT-Sicherheit noch immer nicht genügend ernst. So besitzen beispielsweise nach wie vor drei Viertel aller KMU in Deutschland für den Fall, dass die IT-Systeme ausfallen, keinen IT-Notfallplan. Gleiches gilt für Sicherheitsrichtlinien und verbindliche Organisationsanweisungen zum Datenschutz: Hier herrscht bei einem ähnlichen hohen Anteil bislang Ebbe. Auch bietet nur ein Viertel der befragten KMU für seine Mitarbeiter rund um das Thema Sicherheit regelmäßig Schulungen an und stellt für diese in diesem Kontext Informationen bereit. Rund ein Drittel der KMU (32%) hat organisatorisch in Sachen Datenschutz und IT-Sicherheit bislang sogar überhaupt keine Schutzmaßnahmen getroffen. Das geht aus einer vom BITKOM gemeinsam mit den Unternehmen Datev, Sophos und SAP durchgeführten Umfrage im Rahmen der Initiative „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN)  hervor, in der eintausend kleine und mittlere Unternehmen zum Stand ihrer Sicherheitsmaßnahmen Auskunft gaben.

„Technische Lösungen wie Virenscanner, Firewall und Spamfilter gehören mittlerweile bei KMUs zur Standardausstattung, bei der Umsetzung von IT-Sicherheit in der Unternehmensorganisation gibt es aber noch große Defizite“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Umfrageergebnisse. In diesem Kontext verwies der BITKOM darauf, dass Studien zeigten, wie stark die Wirtschaft schon heute von Cyberkriminalität betroffen sei. „Mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, verzeichneten Schäden durch ITK-Kriminalität“, so der Verband. 2006 sei dieser Anteil noch bei 23 Prozent gelegen. Dem BITKOM zufolge betrug der wirtschaftliche Schaden bei den von Cyberkriminalität betroffenen Unternehmen laut einer Studie der von KMPG im Durchschnitt 300.000 Euro. Dem Verband nach gibt es jedoch eine hohe Dunkelziffer, da betroffenen Unternehmen den Gang in die Öffentlichkeit aus Angst vor einem Imageverlust oft scheuten. „Viel zu wenige Unternehmen sind bereit, über Schadensfälle wie Erpressung oder Spionage mit ITK zu berichten und Anzeige zu erstatten“, beklagte Scheer. Das erschwere den Kampf gegen die ITK-Kriminalität.
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