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News, 16.06.2008
Karriere-Frust
Viele Arbeitgeber spielen sich zurzeit ins Aus
Um die Bindung deutscher Fach- und Führungskräfte zu ihrem Arbeitgeber steht es derzeit nicht zum Besten. Laut einer aktuellen Studie zieht die Mehrheit kurz- bis mittelfristig einen Stellenwechsel in Betracht. Ein Hauptgrund: Unmut über die Entwicklung der eigenen Karriere.
Während qualifizierte Fach- und Führungskräfte allerorten von potenziellen Arbeitgebern heiß umworben werden, scheint dies im eigenen Unternehmen nur bedingt zu gelten. Unzufrieden mit dem eigenen Arbeitgeber und den sich dort bietenden Entwicklungsmöglichkeiten, denken rund zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte in Deutschland über einen Stellenwechsel nach. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Lüneburg gemeinsam mit dem Hanseatischen Personalkontor Hapeko und der Online-Stellenbörse StepStone durchgeführt hat.

Der Studie zufolge sehen sich gut qualifizierte Arbeitnehmer einem immer schärfer werdenden Wettbewerbsdruck um attraktive Fach- und Führungspositionen ausgesetzt. „Arbeitnehmer müssen sich, nicht anders als Unternehmen, ständig gegen Mitbewerber durchsetzen“, konstatiert Professor Albert Martin, Direktor des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Lüneburg. Entsprechend stünden sie ebenso wie Unternehmen unter einem hohen Leistungsdruck. Laut Studie kommt bei vielen Arbeitnehmern erschwerend noch hinzu, dass die Qualität der Tätigkeit nicht ihrem Qualifikationsniveau entspricht, was wiederum zu einer „Karriereenttäuschung“ führe.

Viele Arbeitgeber scheinen sich der Konsequenzen, die daraus erwachsen, nicht bewusst, ebenso wenig wie des Umstands, dass viele Fach- und Führungskräfte nicht geneigt sind, einen Stillstand ihrer Karriere lange hinzunehmen. „Hochqualifizierte Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden sind, sind schneller bereit, an dieser Situation etwas zu ändern“, sagt Christoph Nehring, Geschäftsführer des Hanseatischen Personalkontors Hapeko. Etwas zu ändern, heißt für die Mehrzahl der Befragten: Zu einem anderen Arbeitgeber wechseln. Lediglich ein Drittel (37%) der befragten Fach- und Führungskräfte sieht seine Zukunft beim jetzigen Arbeitgeber und will sich dort auch weiterhin um eine bessere Stelle bemühen.

Am größten ist die Unzufriedenheit bei Fach- und Führungskräften großer Unternehmen. Als Gründe nennt die Studie, dass der Wettbewerbsdruck in größeren Firmen deutlich stärker wahrgenommen werde und dort zugleich die Aufstiegschancen schlechter beurteilt würden als in kleineren. Die Folgen seien teils fatal. So musste der Studie zufolge jedes fünfte Unternehmen im letzten Jahr auf Aufträge verzichten, weil es ihm an Fachexperten fehlte. „Wir wissen: 71 Prozent der deutschen Unternehmen registrieren derzeit einen Mangel an Fach- und Führungskräften“, berichtet Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG. Umso wichtiger wird es für Arbeitgeber, die Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Laut Hensgens müssen Unternehmen hierfür aber „ihre Arbeitgebermarke stärken und ihre definierten Markenwerte täglich für ihre Mitarbeiter erlebbar machen.“

Die vollständige Studie, für die das Institut für Mittelstandsforschung 1.650 Fach- und Führungskräfte befragt hat, ist über green@hapeko.de oder unter sascha.theisen@stepstone.de erhältlich.

Quelle: StepStone

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