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News, 19.09.2013
KMU-Studie
Flexible Arbeitsmodelle fördern die Produktivität
Unternehmen, die auf flexible Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle setzen, fördern die Arbeitszufriedenheit und erzielen vielfach eine Steigerung der Produktivität. Wichtig für den Erfolg flexibler Arbeitsmodelle ist einer internationalen Studie unter KMU zufolge allerdings, dass diese so wenig wie möglich reglementiert werden.
Was die Verbreitung flexibler Arbeitsmodelle im KMU-Bereich angeht, ist Deutschland weltweit spitze.
Was die Verbreitung flexibler Arbeitsmodelle im KMU-Bereich angeht, ist Deutschland weltweit spitze.
Mehr als 80 Prozent der leitenden Angestellten und Führungskräfte weltweit würden, so sie könnten, ihre Arbeit gerne eigenständig organisieren. Das ergab eine Studie von YouGov im Auftrag von Citrix, Anbieter von Cloud-basierten Mobility-, Virtualisierungs- und Collaboration-Lösungen, an der sich mehr als 1.250 Entscheider aus kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) in Europa, Australien und Nordamerika beteiligten. In Deutschland ist das derzeit schon in vielen KMU, zumindest in begrenztem Ausmaß, möglich. Hier bietet der Erhebung nach bereits gut jedes zweite KMU (51 %) für alle Mitarbeiter flexible Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle an. Bei einem weiteren guten Drittel der Betriebe (36 %) können zumindest Teile der Belegschaft ihre Arbeitszeit und ihren Arbeitsort frei wählen. Summa summarum bieten damit 87 Prozent der KMU in Deutschland mobile und flexible Arbeitsweisen an. Deutlich mehr als in den USA: Hier haben aktuell erst 74 Prozent der KMU flexible Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle eingeführt. Im internationalen Durchschnitt sind es 77 Prozent, die auf flexible Arbeitsformen setzen.

Vorteile flexibler und mobiler Arbeitsmodelle überwiegen

Laut Studie profitieren Unternehmen, die auf flexible Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle setzen, vielfach unter anderem durch eine Steigerung der Produktivität. Rund die Hälfte der Befragten (48 %) verzeichnet diesbezüglich einen Zugewinn. Des Weiteren nennt ein knappes Viertel eine bessere Work-Life-Balance (23 %), wovon nach Meinung von rund drei von zehn Befragten (29 %) vor allem berufstätige Mütter und Väter profitieren. Von besonderer Bedeutung für flexible Arbeitsorganisationen sind mobile Technologien: Knapp zwei Drittel der befragten Führungskräfte sind sich einig, dass die gleichzeitige private und berufliche Nutzung mobiler Endgeräte das Leben ihrer Mitarbeiter vereinfacht. So stimmen denn auch 86 Prozent der KMU in Deutschland darin überein, dass die Vorteile mobilen Arbeitens unter Einsatz privater Endgeräte der Belegschaft potenzielle Nachteile überwiegen. Allerdings haben 41 Prozent der Führungskräfte auch Bedenken, dass die Trennlinie zwischen Privatem und Beruflichem verwischen könnte. Auch hat ein Fünftel die Befürchtung, Mitarbeiter könnten sich im Zuge einer „always on“-Mentailität zu Überstunden verpflichtet fühlen.

Reglementierung mobiler Arbeit stößt auf breiten Widerstand

Um dem Verschwimmen von Privaten und Beruflichen vorzubeugen, setzen 54 Prozent der KMU auf feste Zeitvorgaben für mobil organisierte Mitarbeiter. Technische Restriktionen in Form einer Beschränkung der Zugriffsmöglichkeit auf Unternehmensdaten und –anwendungen auf die regulären Geschäftszeiten stoßen allerdings auf wenig Gegenliebe: 73 Prozent der Führungskräfte lehnen solche ab. Gleiches gilt für „nine-to-five“-Jobs, die sogar für mehr als acht von zehn Befragten (81 %) ein „No-Go“ sind. Stattdessen favorisieren 81 Prozent ein loses Regelwerk zur Orientierung, etwea mit Tipps zu Arbeitszeiten (46 %) oder auch gesteckten Zielen (35 %).

„Auch beim flexiblen Arbeiten ist Struktur notwendig, um eine gesunde Work-Life-Balance und eine gesteigerte Produktivität zu erreichen“, so Robert Gratzl, Vice President und General Manager EMEA, SMB und SaaS, bei Citrix. „Allerdings muss es mobilen Mitarbeitern möglich sein, unabhängig von Vorgaben ihres Arbeitgebers eigene ‚Spielregeln‘ zu entwerfen, die ihrer individuellen Situation gerecht werden.“
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