News, 02.09.2010
Perspektive Mittelstand
Juli-Statistik
Einzelhandelsumsatz leicht gesunken
Kleines Sommerloch im Einzelhandel: Im Juli ging der Einzelhandelsumsatz zum zweiten Mal in Folge im Vergleich zum Vormonat zurück.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, setzte der deutsche Einzelhandel im Juli saison- und kalenderbereinigt nominal 0,1 Prozent und real 0,3 Prozent weniger um als im Vormonat. Im Juni war der Einzelhandelsumsatz ebenfalls auf Monatssicht gesunken (nominal: -1,1%; real: -0,9%). Auf Jahressicht erzielte der Einzelhandel allerdings ein Umsatzplus. So lagen die Umsätze im Juli nominal um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (real: +0,8%). Bezogen auf den Zeitraum Januar bis Juli stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent (real: +0,9%).

Fast durchweg Umsatzzuwächse erzielte auf Jahressicht erneut der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, der im Juli insgesamt nominal 2,9 Prozent und inflationsbereinigt 1,9 Prozent mehr Umsatz erzielte als im Vergleichszeitraum 2009. Am stärksten legte der Umsatz im Einzelhandel mit Haushaltsgeräten, Baubedarf und Einrichtungsgegenständen zu mit einem Umsatzplus von nominal 3,4 und real 4,3 Prozent. Dahinter folgen die Einzelhandelssparten „Kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte“ (nominal: +3,2%; real: +2,8%) sowie der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal: +2,7%; real: +1,5%). Auch bei den Kauf- und Warenhäusern erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nominal (+2,0%) und inflationsbereinigt (+1,3%). Im Online-Handel und im Versandhandel dagegen ging der Umsatz sowohl nominal als auch real auf Jahressicht zurück (-3,3% bzw. -3,9%). Auch der sonstige Einzelhandel (bspw. Bücher und Schmuck) verzeichnete ein leichtes Umsatzminus (real: -0,1%; nominal: +1,8%).

Im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lagen die Umsätze im Juli nominal um 1,2 Prozent höher und inflationsbereinigt um 0,4 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.  Dabei stand bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten auf Jahressicht ein nominales Plus von 1,3 Prozent und reales Umsatzminus von 0,4 Prozent. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln sank der Umsatz inflationsbereinigt im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls (real: - 0,8%; nominal: +0,1%).
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