Pressemitteilung, 27.04.2018 - 09:58 Uhr
Perspektive Mittelstand
Jörg Döring - "Evergreen Ballroom" @ 30works
Samstag, 05.05.2018, 20 Uhr: Jörg Döring – „Evergreen Ballroom” @ 30works
(PM) köln, 27.04.2018 - Er zählt zu den Künstlern, die 30works seit Anbeginn begleiten. Und der mit seinen Werken zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen deutschen Pop Art avanciert ist. Dabei blickt Jörg Döring auf nunmehr fast 30 Jahre künstlerisches Schaffen zurück – und beherrscht dank seiner Material- und Motivsprache wie kein anderer das Spiel um Oberfläche und Beschaffenheit, Schönheit und Ästhetisierung, Kunst und Nachahmung. Die Überhöhung des Ikonischen, die akribische Auslotung dessen, was allgemein als schön rezipiert wird: Jörg Döring geht an die Grenzen von Material und Motiv, um dem vermeintlich Bekannten völlig neue Perspektiven abzuringen. In seiner vielschichtigen Anordnung von foto- bis hyperrealistischen Frauenfiguren, die von scharf strukturierten Farbfeldern, hintergründigen Typografien und dramatischen Lichtschattierungen flankiert werden, verdichtet der Düsseldorfer Figürlichkeit und Abstraktion zu hochkomplexen Bildgeschichten, die trotz ihrer materiellen, motivischen und narrativen Bombastik zeitlos, ja geradezu klassisch anmuten. Und alle Kriterien des Evergreens erfüllen.So ist der Ausstellungstitel „Evergreen Ballroom“ auch ein Stück weit Selbstreflexion eines Künstlers, dessen Duktus über die Jahre nicht nur bemerkenswert konstant geblieben ist. Sondern der mit seinem Œuvre auch den Zeichen der Zeit bewusst etwas entgegensetzen will. „Meine Arbeiten sind das Ergebnis eines intensiven kontemplativen Prozesses.“, sagt Jörg Döring. „Sie sollen einen bewussten Kontrapunkt zur Beschleunigung unserer Zeit setzen, die häufig in Schludrigkeit und Inhaltsleere gipfelt.“ Qualität statt Hype, Originalität statt Kopismus, das Unikat anstelle des beliebig Reproduzierbaren: Döring plädiert für das Echte, das Handgemachte, das mit der von Walter Benjamin beschworenen Aura des Kunstwerks einhergeht. Er versteht seine Arbeit als expliziten „Healing Process“ und versucht dabei, den Dingen auf den Grund zu gehen und das Verborgene hinter vermeintlich oberflächlicher Schönheit sichtbar zu machen.Das Aufdecken und Emporholen dieser latenten Tiefgründigkeit erreicht der Düsseldorfer neben seinen facettierten Kontextualisierungen, die für den Content seiner Bilder verantwortlich zeichnen, vor allem durch seine Technik: So fokussieren seine Ölbilder gezoomte, stark vergrößerte Frauenantlitze , die in ihrer Detailschärfe, Belichtung und Tiefenwirkung fast irreal wirken. Und in dieser ästhetischen Überhöhung die gängige Rezeption von Schönheit einmal mehr hinterfragen. Jörg Döring etabliert hier eine malerische Form der Augmented Reality, die bislang dem bewegten Bild vorbehalten war. Was wiederum seinen Bildwelten illusorische Effekte und eine völlig eigenständige Dynamik verleiht.Auch in seinen Arbeiten auf Epoxidbasis erweist er sich als versierter Storyteller, der die in unserem Zeitgeist verankerte stete Gier nach Neuem ad absurdum zu führen weiß. Auf vertraute Motive und bewährte Materialien zurückgreifend suggeriert er uns zunächst das Prinzip des „same, same“, um es dann durch technische Capricen, stilistische Grenzüberschreitungen und ungeahnte Zusammenhänge zu brechen und in neue Codices zu überführen. Das Neue wird zum illusorischen Konstrukt, das auf der geschickten Variation altbekannter Elemente fußt. Ein Ansatz, der das große kompositorische Talent Dörings belegt - und seinem Werk das Konstante, Relevante und Zeitlose anhaften lässt, das ihn zum Doyen im 30works-Portfolio erhebt. Jörg Döring lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Werke sind in zahlreichen internationalen Privatsammlungen vertreten und wurden bereits auf der Art Karlsruhe, der Red Dot Art Fair/Miami und der Art Fair in Köln präsentiert.Die Laudatio auf Jörg Döring – der selbstverständlich anwesend sein wird – hält die Fernsehjournalistin Mara Bergmann. Jörg Döring – „Evergreen Ballroom“ @ 30worksEröffnung: 05.05.2018, 20 UhrLaudatio: Mara BergmannAusstellung: 05.05.2018 – 26.05.2018Öffnungszeiten: Di - Fr 15-19 Uhr, Sa 12-17 Uhr30works GalerieAntwerpener Str. 4250672 Köln0221/5700250Internet: www.30works.de


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Über 30works: Die Kölner 30works-Galerien sind spezialisiert auf Pop-Art, Streetart und zeitgenössische Kunst. Speziell, wenn es um das Thema Streetart geht, übernimmt 30works eine Vorreiterrolle in Deutschland: Als einer der ersten Galeristen hat Geschäftsführer Gérard Margaritis die Streetart nach Deutschland gebracht und sich mit 30works auf diese junge, frische „Pop-Art des 21. Jahrhunderts“ als zusätzlicher Fokus konzentriert. Die Galerien: Mitten im trendigen „Belgischen Viertel“ sowie im „Apostelviertel“ in der Kölner Innenstadt bieten die 30works Galerien auf 400 Quadratmetern viel Raum für innovative, junge Positionen der Kunst. Spezialisiert auf Pop Art, Neopop, Urban Art und Streetart, ist sie kein elitärer Tempel für Eingeweihte, sondern ein inspirierender Ort der Begegnung von Künstlern und Kunstinteressierten, von Sammlern und solchen, die es noch werden wollen. Und mit genau dieser entspannten, unangestrengten Atmosphäre hat sich 30works längst auch über die Grenzen der Domstadt hinaus einen Namen gemacht. Ihre sechs bis acht Einzel- und Gruppenausstellungen pro Jahr sind Magnet für ein bunt gemischtes, experimentierfreudiges Publikum. Hochkarätiges Portfolio: Neben Arbeiten von Pop-Artists wie AVone, Jörg Döring, Peintre X und Salva Ginard sowie der Maler David Uessem und Benjamin Burkard umfasst das Portfolio von 30works unter anderem Werke der Streetart-Ikonen Banksy, D*Face und des Bananensprayers Thomas Baumgärtel sowie der Urban Art-Künstler mittenimwald, Van Ray und XooooX. Kontakt: 30works Galerie Gérard Margaritis Antwerpener Str. 42 50672 Köln Tel.: 0221/5700250 E-Mail: hello@30works.de www.30works.de