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News, 15.02.2018
Umfrage zu digitalen Währungen
Jede fünfte Deutsche erwägt Nutzung der Kryptowährung Bitcoin
Immer mehr Deutsche zeigen Interesse an digitalen Währungen, allen voran an der Kryptowährung Bitcoin. Und immer mehr Verbraucher können sich auch vorstellen, Bitcoins als Zahlungsmittel oder spekulative Geldanlageform zu nutzen, zeigt eine Bitkom-Umfrage.
Hauptbedenken gegen die Nutzung der Kryptowährung Bitcoin sind fehlendes Interesse und die Angst vor Wertverlust.
Hauptbedenken gegen die Nutzung der Kryptowährung Bitcoin sind fehlendes Interesse und die Angst vor Wertverlust.
Die fortlaufenden Medienberichterstattungen zu rasanten Kursgewinnen, starken Kursschwankungen, aber auch spektakulären Diebstählen und Betrugsvorfällen rund um die Kryptowährung Bitcoin haben dazu geführt, dass der Vorreiter der digitalen Währungen den meisten Deutschen mittlerweile ein Begriff ist. Knapp zwei Drittel aller Deutschen ab 14 Jahren (62 %) haben von Bitcoins schon einmal gehört. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor. Damit hat sich der Anteil der Anteil der Deutschen, denen die Kryptowährung ein Begriff ist, binnen eines Jahres fast verdoppelt. 2016 war dies erst bei einem guten Drittel (36 %) der Fall, und 2013 hatten sich gerade einmal jeder siebte Deutsche (14 %) unter Bitcoins etwas vorstellen konnten.

Bitcoin-Nutzung für die große Mehrheit (noch) kein Thema

Ungeachtet des Interesses an der Kryptowährung: Bis zum gängigen Zahlungsmittel ist es für den Bitcoin noch ein weiter Weg. Gerade einmal vier Prozent der Deutschen haben Bitcoins schon einmal erworben und hiermit Zahlungen geleistet. Knapp drei Viertel aller Deutschen (72 %) schließen eine Nutzung digitale Währungen dagegen derzeit aus. Immerhin rund jeder fünfte Befragte kann sich aber ein Bezahlen mit dem Bitcoin künftig vorstellen (19 %).

 „Bitcoin und andere Kryptowährungen sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung die Finanzwirtschaft verändern kann. Dabei geht es weniger um die einzelne Währung an sich, sondern um die dahinterstehende Blockchain-Technologie. Sie wird Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Aktuell sind Kryptowährungen tatsächlich nur für einen sehr kleinen Kreis von Nutzern von Interesse und auf schnelle Spekulationsgewinne sollte nur der setzen, der Spaß am Spiel hat und einen Totalverlust leicht verkraftet.“

Mehr als Drittel an alternativen Währungen interessiert


Die meisten, die sich eine Bitcoin-Nutzung vorstellen können, nennen hierfür als Beweggrund Neugier. Gut jeder zweite Interessierte würde das Bezahlen mit Bitcoins gerne einfach einmal auszuprobieren (53 %). Bei immerhin gut jedem Dritten spielt jedoch auch die Unzufriedenheit mit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Suche nach einer alternativen Währung (37 %) ein Rolle für das Interesse an der Nutzung des Bitcoins, und für fast ebenso viele ist der Bitcoin vor allem als Zahlungsmittel im Internet (31 %) interessant. Für Währungsspekulationen an den Finanzmärkten ziehen dagegen nur sechs Prozent den Erwerb von Bitcoins in Betracht, und das Motiv, dass digitales Geld als alternatives Zahlungsmittel in einer modernen Gesellschaft einfach dazugehört, nennen nur drei Prozent als Beweggrund für eine Nutzung der Kryptowährung.

„Kryptowährungen werden in Zukunft Mikrotransaktionen im Internet der Dinge ermöglichen. Dann kann zum Beispiel das Elektroauto bei der kurzen Wartezeit an der Ampel aufgeladen werden und die Gebühr dafür zwischen Fahrzeug und Ladestelle automatisch vereinbart und bezahlt werden, ohne dass sich der Fahrer damit befassen muss“, so Rohleder.

Knapp jeder Zweite fürchtet Wertverlust

Von jenen, die keine Bitcoin nutzen wollen, nennen knapp zwei Drittel der Befragten (63 %) als Grund, dass sie schlicht kein Interesse an dem Thema haben. Des Weiteren fürchten mehr als vier von zehn Befragten einen Wertverlust (44 %), und nahezu ebenso viele wüssten nicht, wofür sie Bitcoins nutzen sollten. Auch findet jeder Vierte (26 %), dass es zu kompliziert sei, Bitcoins zu erwerben. „Der Bitcoin kann nicht wie ein Wertpapier einfach bei der Bank geordert werden, sondern man benötigt einen Zugang zu einer sogenannten Crypto-Börse“, so der Bitkom.

Jeweils gut ein Fünftel hat auch Angst, dass die erworbenen und digital gespeicherten Bitcoins gestohlen werden könnten (21 %) oder weiß nicht, wie und wo die Kryptowährung erworben werden kann (19 %). Ökologische Gründe, allen voran der hohe Energieverbrauch bei der Erzeugung von Bitcoins, spielen dagegen bei den Bitcoin-Verweigerern keine Rolle.

cs/Bitkom, Bild: Tim Reckmann / Pixelio.de
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