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News, 07.04.2011
Japan-Importe
Zunehmend Lieferengpässe in der Hightech-Industrie
Die Katastrophe in Japan schlägt sich verstärkt auf die Hightech-Branche in Deutschland nieder: Laut einer BITKOM-Umfrage verzeichnet bereits rund sechste Unternehmen aus Industrie und Handel erste wirtschaftliche Folgen.
Viertel Fünftel der Unternehmen in Deutschland, die Hightech-Produkte herstellen oder vertreiben, beziehen Warenlieferungen aus Japan.
Viertel Fünftel der Unternehmen in Deutschland, die Hightech-Produkte herstellen oder vertreiben, beziehen Warenlieferungen aus Japan.
Lieferengpässe, steigende Preise – die wirtschaftlichen Folgen der Naturkatastrophe und des Reaktorunglücks in Japan treffen mittlerweile auch die deutsche Hightech-Wirtschaft. Wie aus einer stichprobenartigen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervorgeht, registrieren gegenwärtig 17 Prozent der Hightech-Unternehmen aus der Industrie und Handel  erste Lieferengpässe bei Geräten, Bauteilen und Komponenten aus japanischer Produktion. Knapp ein Fünftel der befragten Produzenten und Händler erwarten Einschränkungen in den kommenden Wochen und weitere 29 Prozent im Laufe der nächsten Monate. Dass indes die Japan-Katastrophe keinerlei Folgen für das eigene Unternehmen nach sich ziehen wird, erwartet nur ein Fünftel der Befragten. Nur ein Fünftel der befragten Firmen „Die ungewöhnlich starken Nachbeben und die weiterhin schwankende Stromversorgung in einigen Regionen des Landes stellen die Produzenten immer wieder vor Probleme“, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Die Abhängigkeit des deutschen Hightech-Sektors von japanischen Produkten ist enorm: Wie die Stichprobenumfrage unter großen Herstellern und Händlern in den Branchen Informations- und Kommunikationstechnik sowie Unterhaltungselektronik ergab, beziehen vier von fünf  befragten Firmen Geräte und Vorprodukte aus japanischer Produktion. Die Lieferengpässe schlagen auch auf die Preise nieder. Laut Umfrage registriert bereits ein Fünftel der befragten Hightech-Firmen (21%) bei Produkten, Komponenten oder Bauteilen steigende Preise. Ebenso viele rechnen mit Preissteigerungen in den kommenden Wochen. Weitere 17 Prozent erwarten solche zumindest in den nächsten Monaten. Dass die Japan-Katastrophe nicht auf die Preise niederschlägt, erwarten nur 19 Prozent der Unternehmen, während 10 Prozent die weitere Preisentwicklung noch nicht absehen können.

Dem BITKOM zufolge importierte Deutschland im Jahr 2010 aus Japan Hightech-Produkte im Wert von 3,4 Milliarden Euro. Davon entfielen 1,6 Milliarden Euro auf Vorprodukte wie beispielsweise Bauelemente, Leitplatten und sonstige Komponenten und 1,8 Milliarden Euro auf fertige Geräte. Den größten Posten bei den Fertigprodukten stellten mit einem Importvolumen von 730 Millionen Euro Warenlieferungen im Bereich der Unterhaltungselektronik (Fernsehen, Digitalkameras etc.) dar, gefolgt von Informationstechnik (Computer, Drucker etc.) mit 670 Millionen Euro und Kommunikationstechnik (Handys etc.) mit Waren im Wert von 430 Millionen Euro.
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