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News, 26.12.2012
Geringer Inflationsdruck über Außenhandelspreise
Jahresteuerung deutscher Importe sinkt auf Dreijahrestief
Deutsche Importe haben sich im November so gering verteuert wie seit drei Jahren nicht mehr. Besonders starke Preisrückgänge gab es auf Jahressicht bei Eisenerzen und Rohkaffee.
Während sich Eisenerze, Roheisen und Stahl verbilligten, schoßen die Getreidepreise weiter in die Höhe.
Während sich Eisenerze, Roheisen und Stahl verbilligten, schoßen die Getreidepreise weiter in die Höhe.
Der Inflationsdruck über nach Deutschland eingeführte Waren hat sich im November weiter abgeschwächt. Dem Statistischen Bundesamt zufolge lagen die deutschen Einfuhrpreise im November lediglich 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das ist die niedrigste Jahresteuerungsrate seit Dezember 2009.  Im Oktober hatten sich Importe nach Deutschland noch auf Jahressicht um durchschnittlich 1,5 Prozent verteuert. Vor einem Jahr war die Jahresteuerungsrate fast sechsfach so hoch gelegen (November 2011: +6,0%). Gegenüber Oktober blieb das Preisniveau der deutschen Einfuhrpreise laut Statistikamt konstant (+/- 0,0%).

Mehr als die Hälfte der Jahresveränderungsrate des Index der deutschen Einfuhrpreise war auf die Teuerung von Energie zurückzuführen. Dem Statistikamt zufolge lag das Preisniveau von importierten Energieprodukten im November 2,0 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Allerdings hat sich der Preisauftrieb hier weiter deutlich abgeschwächt: Im Oktober hatte die Jahresteuerungsrate von importierter Energie noch 3,3 Prozent betragen. Im September  hatten sich die Energiepreise binnen Jahresfrist sogar um durchschnittlich 5,7 Prozent und im August sogar um 11,4 Prozent erhöht. Gegenüber Oktober verteuerten sich die Energieimporte im November nur geringfügig um 0,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise im November gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 0,5 Prozent.

Erneut stark rückläufig war dagegen die Preisentwicklung von Eisenerz, für das Importeure im November 38,5 Prozent weniger zahlen mussten als im Vorjahresmonat, wenn auch etwas mehr als im Oktober (+0,8%). Deutliche Preisrückgänge verzeichneten auch Importeure von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen. Sie verbilligten sich auf Jahressicht um 5,0 Prozent und gegenüber Oktober um 0,8 Prozent. Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten Importeure dagegen 3,9 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat, allerdings 1,9 Prozent weniger als im Oktober. Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat  (+1,5%), verbilligten sich aber ebenfalls auf Monatssicht (-1,1%).

Besonders starke Preiserhöhungen verzeichneten vor allem Importeure von Getreide, das sich auf Jahressicht um durchschnittlich 19,6 Prozent verteuerte. Auch gegenüber Oktober legten die Getreidepreise deutlich zu (+2,0%).  Im Oktober war die Jahresveränderungsrate der Getreidepreise noch bei 16,9 Prozent und im September bei 13,0 Prozent gelegen. Importiertes Schweinefleisch war ebenfalls erheblich teurer als im Vorjahresmonats(+11,5%), wenn auch deutlich günstiger als im Oktober (-4,0%). Weiter auf Talfahrt blieben dagegen die Preise für importierten Rohkaffee, der sich auf  Monatssicht erneut um 4,6 Prozent verbilligte und mehr als ein Viertel günstiger war als im November 2011 (-28,2%).  Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen ebenfalls unter dem Stand des Vorjahresmonats (-1,1%), stiegen gegenüber Oktober jedoch leicht (+0,7%).
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