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News, 09.02.2009
Investor Relations (IR)
Internet bei Aktionären immer beliebter!
Aktionären wird im Internet inzwischen eine Vielzahl an Serviceleistungen angeboten. Chart-Analysen, Renditerechner, IR-Newsletter oder Online-Geschäftsberichte sind inzwischen zu Standards der Investor Relations (IR) im Internet geworden. Doch werden solche Online-Angebote von Aktionären wirklich angenommen und vor allem auch genutzt? Laut einer jüngsten Studie heißt die Antwort darauf immer öfter „ja“.
Wie aus einem Bericht der Stuttgarter Unternehmensberatung dr. šonje webconsult hervorgeht, gewinnt das Internet auch im Hinblick auf die Kommunikation mit Investoren und Aktionären für Unternehmen immer stärker an Bedeutung. Das zeigen die Ergebnisse der Langzeitstudie „eIR 2008“, für die dr. šonje webconsult zum dritten Mal seit 2004 DAX-Unternehmen zur Bedeutung, Nutzung und Akzeptanz unterschiedlicher Internet-Techniken im Bereich Investor Relations befragt hat.

Während nach Auskunft der Studienautoren lange Zeit die Vorstellung vorgeherrscht habe, dass viele Privataktionäre aufgrund ihres Alters und ihrer geringen Nähe zum Internet kein wirkliches Interesse an Online-Geschäftsberichten, IR-Newslettern oder Online-Abstimmungen (Internet Proxy Voting) während der Hauptversammlungen haben, zeichnen die Studienergebnisse ein anderes Bild: Bis zu „80.000 Downloads des jährlichen Geschäftsberichts oder nahezu 250.000 Newsletter-Abonnenten sind ein sicheres Zeichen dafür, dass sich das Internet auch bei Aktionären als Informations- und Kommunikationskanal durchgesetzt hat“, so dr. sonje webconsult. Zudem berichteten die meisten Unternehmen von klaren Zuwachsraten in letzten Jahren. Etwas differenzierte stellt sich die Entwicklung bei Online-Abstimmungen dar, wo die Zahl der Teilnehmer im Durchschnitt gefallen, gleichzeitig jedoch der Anteil des stimmberechtigten Kapitals leicht gestiegen sei, wonach die Internet-Stimmen in Einzelfällen bis zu bis zu 18 % des stimmberechtigten Kapitals repräsentierten.

Potenziale werden meist noch nicht genutzt

Ungeachtet des steigenden Interesses an Online-Angeboten im IR-Bereich und der wachsende Sensibilität für dieses Thema zeigen die Untersuchungsergebnisse dem Bericht zufolge aber auch, dass es bislang nur wenigen DAX-Unternehmen gelungen ist, die Potenziale internetgestützter Investor Relations zu erschließen: Während einige IR-Verantwortliche von über bis zu 250.000 Newsletter-Abonnenten berichteten, seien es bei anderen nur 150! Ähnlich das Bild beim so genannten „Internet Proxy Voting“, wonach bei manchen Unternehmen mehr als 10.000 Aktionäre die Möglichkeit zur Online-Stimmgabe nutzen, bei anderen hingegen gerade einmal 150. Um so erstaunlicher sei es nach Meinung von Dr. Deziderio Šonje, Leiter der Studie, „dass sich einige DAX-Unternehmen mit doch sehr geringen Nutzungszahlen zufrieden geben und das Potenzial, das in diesem Informations- und Kommunikationskanal steckt, anscheinend nicht erkennen oder hier nicht entschieden genug agieren.“

Eine wesentliche Ursache für die großen Unterschiede sieht der Studienleiter in den unterschiedlichen Kommunikationsstrategien der Unternehmen und strategischen Planungsdefiziten: „Aus unserer Beratungserfahrung wissen wir, dass bei nicht wenigen Aktiengesellschaften die strategische Kommunikationsplanung unterentwickelt ist“, berichtet Dr. Šonje. So würde das Internet-Angebot einerseits zu oft von übervorsichtigen Juristen bestimmt, und andererseits das „Draufpacken“ von immer mehr und immer komplexeren Internet-Techniken als hinreichende Lösung für eine aktionärsorientierte Strategie verstanden. „Wir würden uns wünschen, dass die Unternehmen ihre strategische Kommunikationsplanung verbessern und mehr um das Vertrauen von Aktionären werben“, so der Experte weiter, demzufolge sich die Schere zwischen den „erfolgreichen“ und „weniger erfolgreichen“ Unternehmen weiter vergrößern wird, wenn letztere in Zukunft nicht entschlossener handeln.

Quelle: dr. sonje webconsult

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