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News, 16.07.2010
Investitionsstau
Deutsche Wirtschaft bremst bei Investitionen
Die Investitionen in Deutschland kommen nicht in Schwung. Laut Ifo-Investitionsindikator hält sich die deutsche Wirtschaft bei Ausrüstungsinvestitionen weiterhin zurück.
Die Investitionsdynamik bleibt gering. Nachdem die Ausrüstungsinvestitionen im Jahr 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise um rund ein Fünftel eingebrochen waren, ist bei den Investitionen auch in diesem Jahr nur eine schwache Erholung zu erwarten. Das geht aus dem aktuellen Investitionsindikator des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) hervor, der auf einer Befragung von Leasinggesellschaften beruht und vom Ifo-Institut gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erhoben wird. Demnach ist davon auszugehen, dass die Investitionen in Maschinen und Anlagen im laufenden Jahr in Deutschland um weniger als ein Prozent steigen werden. Für die erste Jahreshälfte 2011 erwartet das Ifo-Institut dann einen Anstieg der Investitionen um rund zwei Prozent. "Die Investitionstätigkeit ist damit noch weit davon entfernt, die Rolle als Konjunkturlokomotive zu übernehmen", erklärte Arno Städtler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ifo-Institut

Ein wesentlicher Grund für den Investitionsstau und die schwache Nachfrage nach Investitionsgütern ist dem Ifo-Institut zufolge die nach wie vor unterdurchschnittliche Auslastung der Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe. Wie aus dem letzten Ifo-Konjunkturtest im April 2010 hervorgeht, hat sich die Kapazitätsauslastung gegenüber dem Vorjahr zwar um 4,4 Prozentpunkte verbessert. Mit 79,9 Prozent bleibt sie aber weiter deutlich unter den Werten der beiden Vorjahresmonate (April 2008: 86,9%; April 2007: 88,1%). „In Anbetracht der Unterauslastung der Kapazitäten sind Erweiterungsinvestitionen aktuell kaum von Bedeutung. Hauptmotiv für Investitionen ist eindeutig die Ersatzbeschaffung“, so das Ifo-Institut in seinem Bericht.

Angesichts der in der Finanz- und Eurokrise zutage getretenen enormen Risiken des Kapitalexports in Staaten wie Griechenland, Spanien oder auch die USA, geht das Ifo-Institut allerdings davon aus, dass sich die Investitionen in Deutschland mittelfristig positiv entwickeln werden. "Deutschland wird davon profitieren, dass nach der Krise weniger Kapital in diese Staaten fließt“ zeigt sich Arno Städtler überzeugt, dem zufolge dieses Geld künftig für Investitionen in Deutschland zur Verfügung stehen werde, allen für Ausrüstungen sowie im Bau.  "Unsere im internationalen Vergleich extrem niedrige Nettoinvestitionsquote zeigt, dass dafür ein hoher Bedarf vorhanden ist", so der Experte.
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