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News, 18.02.2016
IW-Studie
Investitionen stark von Umsatz und Kapitalkosten beeinflusst
Investitionen sind für Unternehmen unverzichtbar und neben dem Konsum der Motor für die Konjunktur. Sie zu fördern, ist von daher essentiell. Wie eine neue Studie aufzeigt, gibt es hier in Deutschland allerdings noch Luft nach oben.
Hemmschuh oder Motor für Investitionen: die steuerlichen Rahmenbedingungen, wie etwa die Behandlung von Eigenkapital.
Hemmschuh oder Motor für Investitionen: die steuerlichen Rahmenbedingungen, wie etwa die Behandlung von Eigenkapital.

Private Investitionen hängen entscheidend von der Umsatz-Entwicklung eines Unternehmens und dessen Kapitalkosten ab. Das ist das Ergebnis einer Studie des ifo Instituts für die Impuls-Stiftung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). “Steigender Umsatz weist einen deutlich positiven Effekt auf die Investitionen aus; dagegen beeinflussen steigende Kapitalkosten die Investitionstätigkeit erkennbar negativ“, fasst ifo-Projektleiter Niklas Potrafke die Ergebnisse der Studie zusammen.

Größter Bremsklotz für Erweiterungsinvestitionen sind die Kapitalkosten. Hemmend wirkt hier auch der Umstand, dass die Steuerregeln nicht investitionsneutral gestaltet sind, wie der Experte ausführt. „So sind Unternehmen benachteiligt, die Investitionen mit Eigenkapital finanzieren“, konstatiert Potrafke.

Bedeutsam sind diese Effekte dem IW Köln zufolge vor allem für Firmen, deren Fremdfinanzierungsmöglichkeiten beschränkt sind, wie junge und innovative Unternehmen mit hohem Risiko. Um hier die dringend benötigten Investitionsanreize zu verbessern, empfiehlt Potrafke, eine steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsen auf frisches Eigenkapital einzuführen. „Altes Eigenkapital in Unternehmen hingegen sollte nicht steuerlich begünstigt werden“, so der Experte.

Als ein weiteres Ergebnis bestätigt die Studie auch, dass Unternehmen in Zeiten guter Finanzierungslage mehr investieren und die Investitionsneigung bei schlechtem Finanzierungsumfeld geringer ist. „Rationalisierungs- und Ersatzbeschaffungsinvestitionen sind eher nicht von den Kapitalkosten beeinflusst“, so das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.

Die Grundlage der empirischen Untersuchung bildete ein neuer, am ifo Institut entwickelter Datensatz (EBDC Business Investment Panel), in dem die Umfragedaten des ifo Investitionstests mit Bilanzdaten deutscher Firmen aus den Datenbanken Amadeus und Hoppenstedt kombiniert wurden. Der Untersuchungszeitraum umfasste die Jahre 1994 bis 2012. Die Stichprobe beinhaltete über 2400 einzelne Beobachtungen bei rund 500 Unternehmen.

cs/IW Köln; Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

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