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News, 19.01.2012
Internetnutzung
Zeitungs-Websites weiter auf dem Vormarsch
Immer mehr Internetnutzer in Europa informieren sich zum Tagesgeschehen auf Zeitungs- und Nachrichtenportalen: Laut comScore ruft bereits fast jeder zweite Internetnutzer entsprechende Online-Angebote auf. Auch in Deutschland hat die Zahl der Online-Zeitungsleser weiter zugenommen.
Bezogen auf die Reichweite die Top 3 der themenübergreifenden Nachrichtenportale: Bild.de, gefolgt von Spiegel.de und focus.de.
Bezogen auf die Reichweite die Top 3 der themenübergreifenden Nachrichtenportale: Bild.de, gefolgt von Spiegel.de und focus.de.

Im November letzten Jahres haben insgesamt 379,4 Millionen Menschen in Europa das Internet genutzt. Dabei war jeder Nutzer im November durchschnittlich 27,8 Stunden online. 47,9 Prozent der Internetnutzer in Europa, rund 181,5 Personen, riefen im Erhebungszeitraum unter anderem auch Zeitungs-Websites auf, davon fast 10 Millionen das Online-Springer-Flaggschiff Bild.de. Im Ranking aller Online-Angebote indes bezogen auf die Nutzerzahlen klare Nr. 1 waren die Websites des Internet-Giganten Google mit einer Reichweite von 91,7 Prozent bzw. 347,3 Millionen Nutzern. Das geht aus einer vom Markforschungsunternehmen comScore durchgeführten Analyse der Internetnutzung in 48 europäischen Märkten im November 2011 hervor.

Zeitungsportale legen deutlich zu

comScore zufolge besuchten im November letzten Jahres in Europa 181,5 Millionen Menschen mindestens einmal eine Zeitungs-Website. Das waren neun Prozent mehr als im November des Jahres zuvor. Reichweitenstärkstes Nachrichtenportal in Europa war Daily-Mail mit 20,1 Millionen Besuchern, gefolgt vom Online-Angebot des Guardian mit 15,7 Millionen Nutzern Auf Platz 3 rangierte die türkischen Zeitung Hürriyet mit 10,4 Millionen Nutzern und auf dem vierten Platz mit insgesamt fast 9,7 Millionen Besuchern Bild.de.

Laut Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) erreichte Bild.de bereits sogar im Oktober 2011 eine Reichweite von 11,9 Millionen Nutzern und damit rund 680.000 Unique User (UU) mehr als im September. Den stärksten Sprung nach oben macht allerdings das ebenfalls zur Springer AG gehörende Portal ComputerBild.de, das seine Reichweite im Oktober binnen Monatsfrist sogar um 4,1 Millionen auf 15,3 Millionen Unique User steigern konnte.  Auch Spiegel Online legte mit einem Plus von 560.000 Nutzern auf rund 10,1 Millionen Unique User deutlich zu. Die Nutzerzahl von stern.de erhöhte sich sogar auf Monatssicht um 750.000 (Oktober: 5,8 Millionen UU). Bei der Süddeutschen Zeitung kamen mit gut 5,9 Millionen Nutzern im November  rund 570.000 Online-Zeitungsleser hinzu. WELT ONLINE erreichte mit gut 7,2 Millionen Nutzern rund 350.000 Leser mehr als im September, und die Frankfurter Allgemeiner Zeitung auf Faz.net mit 3,5 Millionen Nutzern rund 180.000 Leser mehr.

Google und Facebook wichtiger Traffic-Generator

Wie aus der comScore-Erhebung weiterhin hervorgeht, erzielen Zeitungs-Websites und Nachrichtenportale einen großen Teil des Traffics über Suchmaschinen, aber auch zunehmend über Social Networks. So ergab die Analyse des Nutzungsverhaltens, dass allein mindestens 12 Prozent der Seitenaufrufe auf den europaweit fünf meist genutzten Zeitungsportalen von Google-Seiten aus erfolgten. Bei den in Europa zwei erstplatzierten Nachrichtenportalen Daily Mail und Guardian machten die Zugriffe über Seiten von Google sogar mehr als 23 Prozent des gesamten Traffics aus.

Aber auch Facebook gewinnt als Traffic-Generator immer stärker an Bedeutung, wie die Analyse der Zugriffe auf die Top 5 der Zeitungs-Websites in Europa zeigt. Danach erfolgten im November mindestens 10 Prozent der Seitenaufrufe auf diesen Websites direkt über Facebook und damit fast ebenso viele wie über Google. Den höchsten Anteil der über Facebook generierten Zugriffe am gesamten Traffic wies die türkische Zeitungs-Website Milliyet aus, die im November sogar 18,9 Prozent der Seitenaufrufe Facebook zu verdanken hatte. Bei den europaweit zwei meist besuchten Nachrichtenportalen Daily Mail und Guardian kamen jeweils rund 13 Prozent des Traffics über Facebook, bei Bild.de belief sich der Facebook-Anteil sogar auf 14,8 Prozent.

„Dies zeigt zum einen die wachsende Beliebtheit von Facebook bei den europäischen Internetnutzern und zum anderen die damit zunehmende Fähigkeit von Facebook, Traffic zu steigern“, so comScore. Die steigende Bedeutung von Facebook als Traffic-Generator belegen auch die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr. So stiegen die über Facebook generierten Seitenzugriffe bei Milliyet, die im europaweiten Zeitungs-Website-Ranking im November auf Platz 5 stand,  im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,0 Prozent. Bei der Nachrichten-Website Guardian.co.uk erhöhten sich die Zugriffe über Facebook binnen Jahresfrist um 8,2 Prozent, bei Bild.de betrug die Wachstumsrate immerhin noch 6,4 Prozent.

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