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News, 05.06.2013
Internet-Studie
Internet-Traffic nimmt rapide zu
Bis 2017 wird sich der Internet-Datenverkehr weltweit verdreifachen. Das über mobile Endgeräte versandte Datenvolumen dürfte einer Studie nach sogar auf das Zehnfache steigen.
Treiber des rasanten Wachstums des Datenverkehrs ist u.a. das mobile Internet.
Treiber des rasanten Wachstums des Datenverkehrs ist u.a. das mobile Internet.
Im Jahr 2017 werden etwa 3,6 Milliarden Menschen weltweit und damit rund die Hälfte der bis dahin prognostizierten Weltbevölkerung von 7,6 Milliarden Menschen mit dem Internet verbunden sein. Im Jahr 2012 traf dies nach Auskunft des IT-Anbieters Cisco erst auf knapp ein Drittel aller Menschen weltweit zu. Zugleich wird die Zahl der Internetgeräte bis 2017 auf rund 19,3 Milliarden steigen und sich gegenüber heute damit fast verdoppeln (2012: 1,7 Mrd.). Das zeigen die Ergebnisse des neuen Cisco Visual Networking Index (VNI). Noch stärker als die globale Internetnutzung nimmt allerdings das via Internet versandte Datenvolumen zu: Es verdreifacht sich global von 0,5 Zettabyte im Jahr 2012 auf etwa 1,4 Zettabyte im Jahr 2017. Das ist ein jährliches Wachstum um 23 Prozent. Ein Zettabyte entspricht einer Trilliarde Byte oder einer Billion Gigabyte.

Verzehnfachung des mobilen Datenverkehrs in Deutschland

In Deutschland dürften im Jahr 2017 der Erhebung etwa 38 Exabyte (EB) beziehungsweise 38.000 Millionen Gigabyte über die Internet Protocol (IP)-basierten Datenautobahnen gehen. Das ist ein mehr als doppelt so großes Datenvolumen wie im Jahr 2012 (17 EB). Etwa 190 Petabyte (PB) beziehungsweise 190 Millionen Gigabyte an Daten werden im Jahr 2017 über die Mobilfunknetze gehen, sprich per Smartphone, Tablet oder sonstige mobile Endgeräte versendet werden. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von rund 60 Prozent. 2012 belief sich der mobile IP-Datenverkehr auf ein Gesamtvolumen von 18 Petabyte. Gleichzeitig steigt der Anteil des mobilen Datentransfervolumens am gesamten Datenverkehr in Deutschland von einem auf sechs Prozent. Laut Cisco ist das viermal mehr als über feste Leitungen und entspricht dem doppelten Volumen des gesamten deutschen Internetverkehrs im Jahr 2005.

„Mobilität wird für immer mehr Menschen nicht nur zum selbstverständlichen Bestandteil ihres alltäglichen Lebens, sondern zu einem Grundbedürfnis“ kommentiert Michael Ganser, Cisco Senior Vice President Zentral- und Osteuropa. Die Folge: Bis zum Jahr 2017 wird sich der Anteil von Smartphones und Tablets am gesamten Datenverkehr in Deutschland von zwei Prozent (2012) auf 14 Prozent erhöhen.  Der Anteil der Fernseher steigt von 12 auf 22 Prozent. So werden Cisco nach im Jahr 2017 privat rund 63 Prozent der Online-Videos in 3D oder HD gesehen. „Dies zeigt, dass die seltener für das Internet genutzten TV-Geräte durch die enormen Dateigrößen von Sendungen oder Spielfilmen einen höheren Datenverkehr erzeugen“, so Cisco. Der beruflich erzeugte Video-Traffic wird sich bis zum Jahr 2017 der Erhebung nach sogar verfünffachen und dann laut Cisco etwa 58 Prozent des gesamten geschäftlichen Datenverkehrs ausmachen.

Maßgeblich verantwortlich für das rasante Wachstum des Datenverkehrs sind Cisco zufolge unter anderem folgende vier Faktoren:
  1. Immer mehr internetfähige Geräte und Verbindungen: 2017 wird es mehr als 19 Milliarden Netzwerkverbindungen geben, im Vergleich zu 12 Milliarden in 2012. Dazu zählen etwa fest installierte oder mobile persönliche Endgeräte sowie Maschine-zu-Maschine (M2M)-Verbindungen. Pro Haushalt wird die Zahl der vernetzten Geräte von 4,7 auf 7,1 steigen.
  2. Schnellere Breitbandleitungen: Die durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit von kabelgebundenen Breitbandverbindungen erhöht sich von 11,3 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Jahr 2012 auf 39 Mbit/s im Jahr 2017. Alleine von 2011 bis 2012 stieg die Rate um 30 Prozent von 8,7 auf 11,3 Mbit/s.
  3. Zunehmender Einsatz von Videoservices und -anwendungen: Weltweit wächst die Anzahl der Nutzer von Internet-Videos (ohne reine Mobil-Anwender) von einer Milliarde im Jahr 2012 auf zwei Milliarden in 2017. Sie werden dann pro Monat Videos betrachten, die insgesamt eine Lauflänge von sechs Millionen Jahren besitzen. Dies entspricht 1,2 Millionen Video-Minuten pro Sekunde.
  4. Internet of Everything: Auch das „Internet of Everything“, also die Vernetzung physikalischer Objekte, wird einen messbaren Einfluss auf den IP-Datenverkehr haben. Weltweit steigen die M2M-Verbindungen von 2012 bis 2017 um das Dreifache: von zwei auf sechs Milliarden und der jährliche IP-Verkehr darüber von 197 Petabyte auf 3,9 Exabyte um das 20-Fache. Dies entspricht dann bereits drei Prozent des gesamten IP-Verkehrs. Das Wachstum basiert vorwiegend auf Anwendungen wie Videoüberwachung, intelligente Stromzähler, Nachverfolgung von Waren und Paketen, mit Chips versehene Tiere, digitale Gesundheitskontrollen sowie weitere kommende M2M-Services.
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