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News, 01.08.2008
Internet-Security
Mittelstand unterschätzt Online-Kriminalität
Trotz der steigenden Sicherheitsbedrohungen durch Hacker, Spyware und Co. glaubt sich die Mehrheit der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Europa nicht gefährdet. Dies geht aus einer neuen Studie des IT-Security-Anbieters McAfee hervor, der zufolge die Gefahren der Online-Kriminalität im Mittelstand noch immer sträflich unterschätzt werden.
Während sich für Cyberkriminelle durch die zunehmenden Verbreitung von Web 2.0-Anwendungen, der Internettelefonie und des Social Networking eine Vielzahl neue Möglichkeiten auftun, um ihre kriminellen Machenschaften zu begehen, und diese immer raffiniertere Angriffstechniken entwickeln, sind sich die meisten Firmen in Europa sicher: Uns wird nichts passieren. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie des Sicherheitsanbieters McAfee, derzufolge 58 Prozent von insgesamt 600 befragten IT-Verantwortlichen aus europäischen Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern angegeben haben, sich keine Sorgen hinsichtlich möglicher Attacken von Cyberkriminellen zu machen.

Nach Auskunft von Rick Jackson, zuständig für das Kleinkundengeschäft in Nordamerika bei McAfee, wiegt sich ein großer Teil der Unternehmen im SMB-Bereich (Small and medium Business) in falscher Sicherheit. So seien SMBs „am wenigsten geschützt“ und deshalb Angriffen am stärksten ausgesetzt. Dennoch vertrauen der Studie zufolge rund 90 Prozent der in Europa befragten KMU auf die Standardeinstellungen ihrer IT-Systeme. Dass eine Cyberattacke ihr Geschäft lahm legen könnte, ist der absoluten Mehrheit der befragten Firmen (81%) in Europa nicht bewusst.

Der Hauptgrund für das hohe Sicherheitsgefühl bzw. geringe Risikobewusstsein der Unternehmen ist der Glaube in sehr vielen Unternehmen, Cyberkriminelle seien nur an großen Unternehmen interessiert (47%) und, dass diese an kleineren Betrieben – sprich auch dem eigenen - kein Geld verdienen könnten (56%). Auch sind rund vier von zehn befragten Unternehmen überzeugt, die eigenen Daten wären außerhalb der eigenen Firma wertlos (37%). Laut Jackson ist dies eine Fehleinschätzung: „Fast jeder Kleinbetrieb, sogar ganz kleine mit weniger als fünf Angestellten, haben einige vertrauliche Kunden- und Mitarbeiterdaten gespeichert, die für Cyberkriminelle von Nutzen sein können – speziell für Verbrechen im Zusammenhang mit Identitätsdiebstahl“, so der McAfee-Experte.

Die trügerische Sicherheit, in der sich viele Unternehmen wiegen, ist laut Jeff Green, senior vice president von McAfee Avert Labs, zudem darauf zurückzuführen, dass gezielte Attacken zwar zum einen häufig mittlerweile schneller entdeckt würden, zum anderen aber immer öfter verdeckt erfolgten, um die IT-Systeme ganz leise, Schritt für Schritt und damit unbemerkt zu infiltrieren. Laut Green sind kleinere Unternehmen für die Kriminellen dahingehend von besonderem Interesse: „Bei kleineren Firmen gehen die Angreifer davon aus, dass diese nicht die technologischen Möglichkeiten besitzen, um ihre Angriffe zu identifizieren, und sehen in ihnen daher eine leichte Beute.“

Eine englischsprachige Komplettzusammenfassung zur McAfee-Studie „Does Size Matter?
The security challenge of the SMB“ steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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